Jelena Miloš (* 5. August 1986 in Sinj, VR Kroatien) ist eine kroatische Politikerin, Gewerkschafterin und Gründungsmitglied der Partei Možemo. Sie ist seit 2020 Mitglied des Sabor.

Leben

Miloš absolvierte ein Masterstudium in französischer und englischer Sprache und Literatur an der geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität Zagreb. Später erwarb sie einen zweiten Master in Politikwissenschaften an der Université libre de Bruxelles.

Sie engagierte sich gewerkschaftlich, etwa beim Dachverband der europäischen Dienstleistungsgewerkschaften UNI-Europa in Brüssel und arbeitete in diversen Nichtregierungsorganisationen wie dem Institute for Political Ecology in Zagreb. Im Rahmen dieses Engagements schrieb sie viel über die Rolle und Bedeutung von Frauenrechten und LGBTQ-Themen für Gewerkschaftsaktivismus, wofür sie vom rechtskonservativen Politiker Zlatan Hasanbegovic als "Theoretikerin des lesbischen Syndikalismus" gebrandmarkt wurde.

2021 wurde sie in das Stadtparlament von Zagreb gewählt für die Lokalpartei "Zagreb je NAŠ!". Dort war sie Vorsitzende des Sozial- und Gesundheitsausschusses, wo sie sich um die Verfügbarkeit der medizinischen Nahversorgung konzentrierte.

2022 rückte sie für Vili Matula in den Sabor nach. 2024 wurde sie wiedergewählt. Im Sabor ist sie Vorsitzende des Europaausschusses und Mitglied des Ausschusses für Außenpolitik und des Arbeitsausschusses.

2024 war sie gemeinsam mit Gordan Bosanac Spitzenkandidatin der Partei Možemo! für die Europawahl. Thematisch stellten sie den Einsatz für ein sozialeres Europa und den Kampf gegen rechtspopulistische Kräfte in den Vordergrund.

Auf dem 39. Parteitag der Europäischen Grünen Partei in Dublin im Dezember 2024 wurde sie zur Beisitzerin im Vorstand gewählt.

Weblinks

Einzelnachweise

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