mini|Katholische Kirche St. Barbara in Herten-Paschenberg St. Barbara in Herten-Paschenberg nordwestlich von Dortmund in Nordrhein-Westfalen ist eine römisch-katholische Filialkirche der Großpfarrei St. Antonius (Herten). Sie steht unter dem Patrozinium der heiligen Barbara von Nikomedien, der Patronin der Bergleute, und gehört zum Kreisdekanat Recklinghausen im Bistum Münster. Das Gotteshaus im Stil der Moderne ist eine Saalkirche mit Campanile und hat 400 Sitzplätze.

Geschichte In Herten im Siedlungsgebiet zwischen der Paschenberg- und der Feldstraße konstituierte sich 1951 ein Kirchenbauverein. Nach der Abtrennung des Seelsorgebezirks von St. Antonius (Herten) erfolgte 1954 die Errichtung eines selbstständigen Pfarrrektorats und 1956 die Erhebung zur eigenständigen Pfarrei St. Barbara.

Baubeschreibung Nach den Plänen des Architekten Otto Bongartz (Köln) entstand 1953–54 das Gotteshaus in Paschenberg.

St. Barbara ist ein Saalbau mit gegiebelter Längsbalkendecke unter einem Satteldach. Der eingezogene Chor mit Apsis liegt im Osten unter einem Walmdach. Der abseits im Nordwesten stehende Glockenturm mit kupfergedecktem Pyramidendach ist durch einen Portalgang mit dem Hauptgebäude verbunden. Die angebaute eingeschossige Sakristei mit Satteldach liegt quer zum Hauptschiff und ist die Verbindung zwischen Kirche und Pfarrhaus. Das Gotteshaus besteht aus rotem Ziegelmauerwerk und Dächern aus grauen Dachziegeln.

Zu den Gebäuden der Gemeinde gehören das Pfarrhaus von 1959, das Pfarrheim von 1959 sowie der Kindergarten von 1959.

Strukturentwicklungen Durch Fusion der Gemeinden St. Barbara (Paschenberg), St. Antonius (Herten), St. Josef (Disteln) und St. Joseph (Herten-Süd) entstand am 28. Oktober 2007 die neue Großpfarrei St. Antonius in Herten.

Ende 2028 werden sich die Pfarreien St. Antonius, Liebfrauen und St. Peter in Recklinghausen sowie St. Antonius (Herten) und St. Martinus (Westerholt) zusammenschließen zum Katholischen Kirchenverband „Pastoraler Raum Recklinghausen-Herten“.

Glocken Im Campanile von St. Barbara hängen die folgenden drei Kirchenglocken aus Bronze:

Glocke 1: Schlagton: g‘; Ø 105 cm; Gießerei: Petit & Edelbrock (Gescher); Gussjahr: 1959 Glocke 2: Schlagton: a‘; Ø 90 cm; Gießerei: Petit & Edelbrock (Gescher); Gussjahr: 1954 Glocke 3: Schlagton: c‘‘; Ø 76 cm; Gießerei: Petit & Edelbrock (Gescher); Gussjahr: 1954.

Orgel Matthias Kreienbrink (Osnabrück) baute 1959 für das Gotteshaus in Paschenberg eine Pfeifenorgel mit 23 Registern und elektropneumatischen Tasten- und Registertrakturen.

Die Firma Mönch Orgelbau (Überlingen) erstellte 2008 für St. Barbara ein neues Instrument mit 9 Registern sowie mit mechanischen Spiel- und Registertrakturen. Diese Schleifladen-Orgel mit einem Manual (C–g3) und Pedal (C–f1) besitzt ein modernes Gehäuse.

Literatur Ulrich Menkhaus (Red.): Das Bistum Münster. Bd. 3: Die Pfarrgemeinden. Hrsg. Werner Thissen. Regensberg, Münster 1993, ISBN 3-7923-0646-8. Hans J. Lechtreck: KirchenSchätze Tour: Ein Reiseführer zu ausgewählten Kirchen im Bistum Münster. Aschendorff, Münster 2006, ISBN 3-402-00413-5. Margarete Luise Goecke-Seischab, Jörg Ohlemacher: Kirchen erkunden, Kirchen erschließen. Ein Handbuch. Anaconda, Köln 2010, ISBN 978-3-86647-457-4.

Weblinks

Website von St. Barbara (Paschenberg) Website vom Kreisdekanat Recklinghausen

Einzelnachweise

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