Der hohe Knorrberg, auch Knotenberg oder von Ostritzer Seite Bitterlingsberg genannt, liegt ca. 1,2 km östlich von Dittersbach auf dem Eigen im Landkreis Görlitz und überragt die umliegenden Lößplateaus um etwa 60–80 m.
Geographie, Geologie Im südlichen Teil des Ostlausitzer Platten- und Granithügellandes vollzieht sich, erkennbar an einer zunehmenden Zahl von Basaltgipfeln, wie auch beim Knorrberg, der Übergang zum Basalthügelland der südlichen Oberlausitz. mini|Knorrberg bei Dittersbach auf dem Eigen, 1782
Am Knorrberg treten in dem südlich stillgelegten und aufgelassenen Steinbruch säulenförmig ausgebildete Basaltgesteine unterschiedlichen Typs auf. Es handelt sich überwiegend um Olivin-Augit-Tephrite, die früher als Trachybasalte oder Nephelinbasanite bezeichnet wurden. Der Basalt kennzeichnet die tertiäre Landoberfläche und lagert unmittelbar auf dem Granodiorit. Die schräg stehenden Säulen mit steilem Einfallen nach Westen an der Nordseite sowie nach Süden und Südwesten an der Südseite sprechen für einen Oberflächenerguss. Die Säulen haben vier, fünf, sechs und auch acht Seitenflächen. Die Böschungsneigung des Knorrberges beträgt im Durchschnitt 8 bis 12 Grad; nur an den Süd- und Südwesthängen werden Werte von 15 Grad erreicht oder überschritten. Die 4 bis 6 Grad geneigten flachen Unterhänge gehen in die umliegenden beackerten Lößplateaus über. Die Hangschuttdecke enthält zahlreiche Blöcke, die teilweise in der lößartigen Feinerdedecke eingelagert sind. Daraus ergeben sich überwiegend Basalt-Braunerden mit guter Nährstoffversorgung. Lediglich im Osten ist die Lößbedeckung mächtiger, sodass dort Löß-Braunerden vorkommen.
Botanik An den Hängen des Knorrberges befinden sich lindenreiche Eichen-Hainbuchen-Bestände. Am Gipfel wachsen Eiche und Rotbuche, ergänzt durch Vogelkirsche, Bergulme und Bergahorn. Der Steinbruch ist unten mit Gehölz zugewachsen, sodass die Basaltsäulen nicht mehr gut zu sehen sind.
Der Teil des Steinbruches südlich am Knorrberg ist als Naturdenkmal „Steinbruch auf dem Knorrberg“ unter Schutz gestellt.
Sonstiges Von der Dittersbacher Kirche aus führt ein gelb markierter Wanderweg zum Berg. Der Blick reicht unter anderem ins Zittauer Gebirge.
In einer Sage wird auf dem Berg eine verborgene Schatztruhe erwähnt.
Literatur
Weblinks
Wanderseite mit Fotos Seite des Steinbruches auf mindat.org
Einzelnachweise
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