Der Singverein der Sozialdemokratischen Kunststelle wurde 1923 von der Sozialdemokratischen Kunststelle in Wien begründet. Ihr Leiter war der Komponist Anton Webern.

Beschreibung Unter Anton Webern wurde der gemischte Chor bald zu einem wichtigen Teil des Wiener Musiklebens. Er wirkte bei diversen Chor-Orchester-Produktionen im Rahmen der Arbeiter-Sinfoniekonzerte mit. Am 18. und 19. April 1926 wurde als Jubiläumsveranstaltung unter Weberns Leitung Gustav Mahlers 8. Sinfonie dargeboten. Ende der 1920er Jahre richtete die Sozialdemokratische Kunststelle daneben auch ein Kammerorchester unter der Leitung von Paul Amadeus Pisk ein. Musiziert wurde auch in dem organisatorisch mit der Sozialdemokratischen Kunststelle verbundenen Verein für volkstümliche Musikpflege, welcher bereits im Mai 1919 gegründet worden war. Diese Anstalt wurde als eine Art Volks-Konservatorium geführt. 1930 wirkten dort dreißig Lehrer; 484 Schüler wurden in insgesamt 39 Kursen unterrichtet. Ein eigens von der Sozialdemokratischen Kunststelle eingerichteter und von Elise Karau geleiteter Sprechchor veranstaltete u. a. Kurse für rhythmische Gymnastik, Sprechtechnik und 1929 einen Zyklus Stimmen der Völker.

Siehe auch Österreichischer Arbeitersängerbund

Weblinks

Arbeiter-Sängerbund

Kategorie:Gemischter Chor Kategorie:Chor (Wien) Kategorie:Gegründet 1923 Kategorie:Sozialdemokratische Partei Österreichs