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Die Kirche St. Joseph in Kriegsheim, einem Ortsteil von Monsheim in Rheinland-Pfalz, ist die römisch-katholische Pfarrkirche des Ortes. Sie ist ein Kulturdenkmal. Die Kirche St. Joseph gehört heute zur Großpfarrei St. Nikolaus Worms-Wonnegau mit Sitz in Worms im Bistum Mainz.

Geografische Lage Die Kirche liegt am Nordrand des Ortes, an dessen höchstem Punkt in der Metzgasse 9. Sie ist nach Norden ausgerichtet.

Geschichte Die älteste überlieferte Erwähnung der Kirche von Kriegsheim stammt von 1309.Evangelische Kirche in Kriegsheim auf regionalgeschichte.net; abgerufen am 30. Juli 2026. In der Pfälzischen Kirchenteilung 1705 wurde diese mittelalterliche Kirche den Reformierten zugesprochen.

Die kleine römisch-katholische Gemeinde erhielt einen Raum im Erdgeschoss des Rathauses für ihre Gottesdienste.Zillien, S. 99. Mitte des 19. Jahrhunderts war die römisch-katholische Gemeinde auf einen Umfang angewachsen, der ein eigenes Kirchengebäude ermöglichte.Molter, S. 30. Architekt war Philipp Johann Berdellé, damals „Bauaspirant“ im Kreis Worms.Krienke, S. 142. Der Grundstein wurde am 20. April 1864 gelegtZillien, S. 99. und die Gemeinde errichtete die Kirche mit viel Eigenleistung. Unterstützung erhielt sie dabei von zahlreichen römisch-katholischen Gemeinden im Großherzogtum Hessen, aber auch von evangelischer Seite, unter anderem der evangelischen Gemeinde in Nieder-Flörsheim, wo auch das Geld für die Glocken Eintracht und Friede gesammelt wurde.Zillien, S. 100. Bis 2006 wurden die Glocken noch von Hand geläutet.Ecker. Die Kirche konnte am 13. Juni 1867 durch den Mainzer Diözesanbischof Wilhelm Emmanuel von Ketteler geweiht werden.Zillien, S. 99. Das Patrozinium lautet auf den Heiligen Joseph.

Gebäude Die Kirche ist eine neugotische Saalkirche, ein Bruchsteinbau, außen unverputzt. Die Längsseiten des Gebäudes gestalten wechselnd Strebepfeiler und spitzbogige Fenster. Das Langhaus umfasst drei Fensterachsen. Der Chor hat einen Fünfachtelschluss, dessen drei abschließende Segmente fensterlos blieben. Gedeckt wird das Gebäude von einem Satteldach. Der Dachreiter für die beiden Glocken über der Eingangsfassade ist eine spätere Ergänzung. Die Sakristei wurde 1898 im Nordosten angefügt.Krienke, S. 141f. Von der bauzeitlichen Innenausstattung ist wenig erhalten.Ecker. 2004 wurde das Gebäude zuletzt renoviert.Erklärungstafel am Gebäude.

Die Kirche ist ein Kulturdenkmal aufgrund des Denkmalschutzgesetzes des Landes Rheinland-Pfalz.Krienke, S. 142.

Ausstattung Die Orgel wurde von Finkenauer in Mainz 1869 eingebaut.Krienke, S. 142.

Literatur Diana Ecker: Kirchen, Kapellen und Heiligenhäuschen. Katholische Glaubensorte in Rheinhessen. Matthias Ess, Bad Kreuznach 2016. ISBN 978-3-945676-17-2, S. 192. Dieter Krienke und Ingrid Westerhoff: Kreis Alzey Worms. Verbandsgemeinden Eich, Monsheim und Wonnegau (= Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz 20.3). Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms 2018, ISBN 978-3-88462-379-4 Julian Molter (Bearb.) / Pastoralraum Worms und Umgebung – Pfarrei St. Nikolaus Worms-Wonnegau (Hg.): St. Nikolaus Worms-Wonnegau. Gründungsmagazin 01.01.2026. Worms 2025. Felix Zillien: Kriegsheim: Viele Besitzer und Herren. Vor 140 Jahren Grundsteinlegung für die katholische Kirche. In: Stiftung für Weiterbildung und Kultur im Heimatjahrbuch Landkreis Alzey-Worms 2005; Hg. Landkreis Alzey-Worms. Jg. 40. Alzey 2004, S. 98–100.

Weblinks

Monsheim-Kriegsheim, St. Joseph auf der Homepage der Katholischen Pfarrei St. Nikolaus Worms-Wonnegau.

Einzelnachweise

Kriegsheim Kategorie:Kulturdenkmal in Monsheim Kriegsheim Kriegsheim Kategorie:Saalkirche in Rheinland-Pfalz Kategorie:Neugotisches Bauwerk in Rheinland-Pfalz Kategorie:Erbaut in den 1860er Jahren Kategorie:Kirchengebäude in Europa Kriegsheim