Das Lied der Nachtigall ist eine deutsche Filmkomödie aus dem Jahr 1944, die unter der Regie von Theo Lingen entstand. Die Hauptrollen verkörperten Elfie Mayerhofer, Johannes Riemann, Paul Kemp und Theo Lingen.
Handlung
Die Handlung des Films ist im beginnenden 20. Jahrhundert angesiedelt. Der mittellose Operntenor Alfred Lorm und sein Freund Kapellmeister Schnepf setzen ihre letzte Hoffnung für ein neues Engagement auf Intendant von Bodenstein, den Leiter des Hoftheaters, der zur letzten Vorstellung der beiden am Abend sein Erscheinen angekündigt hat. Lorm hält sich aktuell mit Gesangsstunden über Wasser. So unterrichtet er unter anderem Fanny Hobichler, die Tochter der Zimmerwirtin. Frau Hobichler mahnt derweil gegenüber Lorm und Schnepf die ausstehende Miete an und pocht auf kurzfristige Zahlung.
Leider ist Intendant von Bodenstein auf Grund einer Autopanne verspätet. Diese Tatsache kann er aber leider Lorm nicht mitteilen. Als er dann doch noch erscheint, engagiert er Lorm und Schnepf von der Stelle weg für sein Hoftheater. Dort feiert Lorm, inzwischen als Kammersänger, große Erfolge und steht in der Gunst des dortigen Publikums. Während dieser Zeit am Hoftheater trifft er einige Jahre später seine ehemalige Gesangsschülerin Fanny Hobichler wieder.
Lorm vermittelt ihr ein Vorsingen bei Intendant von Bodenstein, das leider zu keinem Engagement am Hoftheater führt. Lorms Sekretär entwickelt aber die Idee, dass Fanny sich in die asiatische Opernsängerin „Liu Yamara“ (die Gelbe Nachtigall) verwandeln soll. Hintergrund dieses Einfalls ist, dass gerade am Theater eine Vakanz in Bezug auf die Rolle der Cio-Cio-San in Madama Butterfly besteht. Mit Hilfe von Kapellmeister Schnepf hat die Maskerade Erfolg und Fanny erhält nach einem erneuten Vorsingen bei Intendant von Bodenstein die Rolle und feiert damit Triumphe beim Publikum.
Währenddessen unterhält Lorm eine Liaison mit Prinzessin Monika und verbringt viel Zeit mit ihr. In Wirklichkeit ist diese aber mit Graf Werdenburg verlobt. Nachdem Lorm dies erkannt hat, trennt er sich im Guten von Prinzessin Monika.
Durch seinen Sekretär und Kapellmeister Schnepf wird Lorm mit „Liu Yamara“ bekannt gemacht und dieser erkennt sofort seine ehemalige Gesangsschülerin Fanny, für die er schon immer eine innige Zuneigung verspürt hat. Nach weiteren Verwicklungen finden Lorm und Fanny als Paar zueinander. Am Ende singt Lorm die Partie des Benjamin Franklin Pinkerton und Fanny tritt als Cio-Cio-San (Butterfly) auf und beide werden von dem Publikum begeistert aufgenommen.
Produktionsnotizen
Die Dreharbeiten zu Das Lied der Nachtigall fanden vom 3. Juni 1943 bis August 1943 statt. Die Aufnahmen entstanden überwiegend in den Studios der Bavaria in Geiselgasteig. Die deutsche Uraufführung des im Verleih der Deutschen Filmvertriebs GmbH (DFV) vertriebenen Films war am 7. Januar 1944.Das Lied der Nachtigall (mit Datum der Erstaufführung) auf murnau-stiftung.de; abgerufen am 12. Juli 2026 In Berlin wurde der Film erstmals am 10. Februar 1944 im Union Theater Friedrichstraße gezeigt. Der Film durchlief am 29. Dezember 1943 die Zensur der nationalsozialistischen Filmprüfstelle und wurde für die Kinovorführungen freigegeben.
Die Bauten stammen von dem Filmarchitekten Hans Sohnle.Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 7: R – T. Robert Ryan – Lily Tomlin. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 381, 381. Die musikalische Leitung hatte Oskar Wagner und die Vorlagen basieren unter anderem auf Werke von Carl Millöcker, Giuseppe Verdi und Giacomo Puccini.
Der Schauspieler Theo Lingen führte, wie ebenso in einigen anderen Filmen, auch bei dieser Komödie die Regie.Willibald Eser (gemeinsam mit Theo Lingen): Komiker aus Versehen. Langen-Müller, München/Wien 1986, ISBN 978-3-7844-2103-2. S. 97.
Rezeption
Siehe auch Liste der während der Zeit des Nationalsozialismus im Deutschen Reich uraufgeführten deutschen Spielfilme
Weblinks
Filmplakat auf IMDb Das Lied der Nachtigall auf Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung online
Einzelnachweise
Kategorie:Filmtitel 1944 Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Schwarzweißfilm Kategorie:Filmkomödie Kategorie:Liebesfilm Kategorie:Musikfilm