Christian Brunner (* 13. Dezember 1964 in München) ist ein Schweizer Konzertcellist und Musikpädagoge.
Leben und künstlerisches Wirken Christian Brunner erhielt im Alter von fünf Jahren seinen ersten Violoncellounterricht und wurde bereits mit zwölf Jahren als Jungstudent aufgenommen. Er stammt aus einer bedeutenden Musikerfamilie; sein Vater war der Schweizer Klarinettist Eduard Brunner. Nach dem Abitur studierte Christian Brunner zunächst Meteorologie, bevor er sein anschließendes Cellostudium in nur vier Semestern abschloss.Pressemitteilung der 29. Wurzer Sommerkonzerte: Für Max Reger zum 100. Todestag – Alle vier Cellosonaten an einem Abend, Pressebüro Dr. Rita Kielhorn, 17. August 2016, Online-PDF, abgerufen am 29. Juli 2026.
Brunners künstlerische Laufbahn ist durch eine Konzerttätigkeit als Solist und Kammermusiker geprägt. Ein Schwerpunkt seines Schaffens liegt in der Aufführung monumentaler, zyklischer Großprogramme an einzelnen Konzertabenden. So brachte er im August 2016 bei den 29. Wurzer Sommerkonzerten anlässlich des 100. Todestages von Max Reger dessen sämtliche vier Sonaten für Violoncello und Klavier an einem einzigen Abend zur Aufführung. Ein weiteres zyklisches Projekt, das er mehrfach interpretierte, umfasst die Gesamtaufführung aller fünf Sonaten für Violoncello und Klavier von Ludwig van Beethoven an einem Abend, wie unter anderem beim Musiksommer Mittenwald im Oktober 2012 dokumentiert wurde.Hannelore Hässler: Ein Abend zum Träumen und Schwärmen – Beethoven-Nacht in der Krausevilla, Münchner Merkur, 5. Oktober 2012, dokumentiert via Geigenbau Leonhardt, Online-Artikel, abgerufen am 29. Juli 2026.
Im Oktober 2021 konzertierte Brunner auf Einladung der Alexander von Humboldt-Stiftung beim 10th Humboldt Award Winners’ Forum live im Kammermusiksaal des Beethoven-Hauses in Bonn, wo er im Trio unter anderem Beethovens Klarinettentrio in B-Dur op. 11 („Gassenhauer-Trio“) aufführte.Alexander von Humboldt-Stiftung: 10th Virtual Bonn Humboldt Award Winners’ Forum – Concert (21 October 2021), live aus dem Kammermusiksaal des Beethoven-Hauses Bonn, Video-Dokumentation auf YouTube, abgerufen am 29. Juli 2026. Seine kammermusikalische Zusammenarbeit mit seinem Vater Eduard Brunner ist zudem auf einer CD-Einspielung beim Label Naxos dokumentiert (Heinrich Sutermeister: Schweizer Werke für Klarinette). Auf diesem Album interpretieren Vater und Sohn gemeinsam das anspruchsvolle Duo-Werk Duplum II 'ebbe' (1999) für Klarinette und Violoncello.Naxos Deutschland GmbH: Album SUTERMEISTER Heinrich: Schweizer Werke für Klarinette (Erscheinungsdatum: 21. November 2007), mit Eduard Brunner, Adrian Oetiker und Christian Brunner (Duplum II 'ebbe' per clarinetto e cello).Eduard Brunner - Schweizer Werke für Klarinette. CD bei NAXOS, im Katalog von jpc.de
Neben seiner Konzerttätigkeit wirkt Brunner als Musikpädagoge. Er leitet als Fachbereichsleiter für Streichinstrumente eine Celloklasse an der Sing- und Musikschule Kempten und unterrichtet zudem am musischen Zweig eines Gymnasiums. Aus seiner Ausbildungsklasse gingen über sechzig erste nationale- und internationale Wettbewerbspreise hervor.Website der Sing- und Musikschule Kempten: Lehrkraft Christian Brunner, abgerufen am 29. Juli 2026.
Preise und Auszeichnungen 1996: 1. Preis beim Internationalen Musikwettbewerb „Rovere d’Oro“ (Italien), errungen mit einem solistischen Programm aus Suiten von J. S. Bach, Max Reger und Benjamin Britten.Vgl. Biografie Christian Brunner im Programmheft der 29. Wurzer Sommerkonzerte 2016, S. 35 (Digitalisat abrufbar unter wurzer-sommerkonzerte.de, abgerufen am 1. August 2026).
Familie Christian Brunner entstammt einer Schweizer Musiker- und Unternehmerfamilie. Neben seinem Vater, dem Klarinettisten Eduard Brunner, ist er mütterlicherseits mit der Unternehmerfamilie Jaquet verwandt.Website von Christian Brunner, abgerufen am 29. Juli 2026.
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Einzelnachweise
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