mini|Christian Hein in seinem Atelier in Köln, 2026 Christian Hein (* 1967 in Kösching bei Ingolstadt) ist ein deutscher Maler und Kunstpädagoge.
Leben Christian Hein wuchs unter anderem in Bensberg, Mons (Belgien) und Birkenfeld auf. Seine Schulzeit verbrachte er unter anderem an der internationalen Schule am Supreme Headquarters Allied Powers Europe (SHAPE) in Belgien sowie am Gymnasium Birkenfeld, wo er 1987 das Abitur ablegte. Nach Ableistung seines Wehrdienstes und anschließender Kriegsdienstverweigerung war er von 1989 bis 1995 als DJ und Hörfunkmoderator beim WDR tätig.
Parallel dazu begann er 1989 seine künstlerische Ausstellungstätigkeit und studierte von 1989 bis 1994 an der Universität zu Köln Kunst und Englisch für das Lehramt (1. Staatsexamen). Nach einer Studienreise in die USA und journalistischer Arbeit (u. a. für den WDR1) absolvierte er von 1995 bis 1997 sein Referendariat in Oberhausen (2. Staatsexamen).
Von 1998 bis 2002 unterrichtete er an der Städtischen Gesamtschule Aachen-Brand, bevor er 2002 als Lehrer an die Gesamtschule Rodenkirchen in Köln wechselte. Seit 2008 ist er zudem als Fachleiter und Moderator im Schuldienst sowie in der Lehrererausbildung aktiv (u. a. am Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL) Leverkusen und als Moderator der Bezirksregierung Köln). Darüber hinaus engagiert er sich seit 2023 ehrenamtlich im Vorstand des Fachverbands für Kunstpädagogik e.V. NRW (BDK).
Werk Christian Heins Malerei auf textilen Untergründen der Alltagskultur wie gebrauchten Kleidungsstücken, Handtüchern, Surfsegeln, Tischtüchern oder Sportmatten ruft kollektive Bilder der Weltaneignung etwa durch Tourismus, Städtebau oder Alltagsszenen auf.Frank Scharitsch: Glamour ist nicht so mein Ding. In: Meine Südstadt, 2013. Seine Motive basieren meist auf fotografischen Beobachtungen des urbanen Raums und des menschlichen Alltags.Susanne Kreitz: Menschenbilder im Foto und auf Stoff. In: Kölner Stadt-Anzeiger, 2015.
Durch das Zusammenspiel von gemalten Figuren und der darunterliegenden, teils gerasterten Textur entsteht eine spezifische Raumtiefe und sinnliche Qualität.Jürgen Kisters: Der Mensch kommt aus dem Nichts. In: Kölner Stadt-Anzeiger, 27. November 2011. Kritiker werten diese Malerei als ein gezieltes, detailgenaues Gegenbild zur digitalen Bilderflut, das den Betrachter zu einem genauen, entschleunigten Hinsehen auf die Banalität und Dramatik des alltäglichen Lebens animiert.Jürgen Kisters: Faszination des Alltags. In: Kölner Stadt-Anzeiger, 2012.
Ausstellungen (Auswahl) 2025: „Opening“, Gruppenausstellung Galerie ten hoevel, Köln 2023: „Neues auf Papier“, Gruppenausstellung Kunsthandlung Osper, Köln 2022: „artpütz“, Gruppenausstellung art Pütz, Montzen (Belgien) 2021: „Das schöne Leben in neuen Bildern“, Christian Hein, Susanne Wurlitzer, Kunsthandlung Osper, Köln 2020: „Best of 2020“, Gruppenausstellung Kunsthandlung Osper, Köln 2019: „Vom Suchen und Finden“, Ulrich Dohmen, Susanne Wurlitzer, Christian Hein, Kunsthandlung Osper, Köln 2018: „Narrenturm“, Gruppenausstellung Kunstverein 68elf, Zündorfer Wehrturm Köln 2017: „Diversity“, Gruppenausstellung Kunstverein 68elf, Zündorfer Wehrturm Köln 2017: „KIV“, Gruppenausstellung, KIV, Valkenburg (Niederlande) 2016: „Die Farbe Blau“, Gruppenausstellung Galerie Pia Esch-Renner und bontart, Köln 2016: „artpütz“, Gruppenausstellung, art Pütz, Montzen (Belgien) 2015: „meersehen meersehen“, Christian Hein – Malerei, Galerie Display, Köln 2015: „Mythos Fernweh“, Gruppenausstellung, Kunstverein 68elf, Zündorfer Wehrturm Köln 2015: „Die Farbe Blau“, Gruppenausstellung, Galerie Esch-Renner, Köln 2014: „People“, Gruppenausstellung, Galerie Esch-Renner, Köln 2013: „momente“, Tony Strnad, Christian Hein, Klaus Hermann, Kulturbunker Köln 2013: „Privat“, Gruppenausstellung, Kunstvereine 68elf Köln und Kunstverein Nachtspeicher23 Hamburg 2012: „KunstTage Rhein-Erft“, Gruppenausstellung, Abtei Brauweiler 2012: „Pseudomorphose“, Christian Hein – Objekte und Malerei, art Pütz, Montzen (Belgien) 2012: „In der Menge baden“, Christian Hein – Malerei, Ausstellungsraum Jürgen Bahr, Köln 2012: „Das sehe ich anders – dank dir“, Gruppenausstellung, Kunstverein 68elf, Köln 2011: „Coincidence – Zusammentreffen“, Gruppenausstellung, IGNIS e.V. Europäisches Kulturzentrum, Köln 2011: „Egotrip“, Gruppenausstellung, Museum für verwandte Kunst, Köln 2011: „Ist es am Rhein so schön?“, Gruppenausstellung, Kunstverein 68elf, Köln 2011: „aufstand! der nichtsnutzigen textilien – rag revolution“, Gruppenausstellung, Kunsthalle Faust, Workshop Hannover e.V., Hannover 2011: „Heimat“, Gruppenausstellung, Kunstraum Sixteen Zug (Schweiz) 2010: „Move it“ – Visual Arts at the games, Gruppenausstellung, Altes Pfandhaus, Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud, Köln 2010: „Farb-Stoffe“, Gruppenausstellung, Galerie Graf Adolf, Köln 2009: „Das Hermännische“, Gruppenausstellung, Kunstverein 68elf, Köln 2009: „Sodom und Gomorrha“, Gruppenausstellung, Ausstellungsraum Jürgen Bahr, Köln 2007: Christian Hein – „Stoffwechsel“, Ölmalerei auf Textilien, Ausstellungsraum Jürgen Bahr, Köln 2007: Grafik/Malerei/Skulptur, Norbert Görtz, Christian Hein, Andreas Schumacher, Galerie Im Turm, Köln 2006: „Querschnitte“, Gruppenausstellung, art Pütz, Montzen (Belgien) 2005: „Die Gegenwart spiegelt die Zukunft“, Christian Hein – neue Arbeiten, GEW Umspannwerk „Severin“, Köln 2004: „Kontraste“, Gruppenausstellung, art Pütz, Montzen (Belgien) 2003: „Aber die Chronik des Alltags hat nicht unbedingt dieses Gesicht“, Off-Programm „Lange Nacht der Museen“, Gebäude 10, Köln 2002: „Bunkerkultur“ – Kunstprojekt, Hochbunker Körnerstraße, Köln 2001: „ästhetische Drohstarre; – obnoxious comedy“, Installation, Wohnbar, Köln 1999: Euregio – Kulturprojekt, Gruppenausstellung, Stolberg 1997: „in Progress“, Installation im Bahnhof Oberhausen, in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt der Stadt Oberhausen 1993: „The Premature Burial of an Ordinary Street Pigeon“, 48-Stunden-Performance, Galerie im Wiesengrund, Köln 1992: „Wiederbelebung des Portable War Memorial von Edward Kienholz“, „Teach-in“ im Museum Ludwig, Köln Regelmäßige Messebeteiligungen: Vertretung auf der Positions Art Fair Berlin (u. a. 2017, 2018, 2023, 2024) durch die Kunsthandlung Osper.
Publikationen und Kataloge (Auswahl) Christian Hein, Thomas Zander: Wiederbelebung des Portable War Memorial von Edward Kienholz. In: Apex. Nr. 13, 1991, S. 152–159. Altes Pfandhaus, Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud (Hrsg.): Move it! Ausstellungskatalog. Köln 2010. Workshop Hannover e.V., Kunsthalle Faust (Hrsg.): Aufstand der nichtsnutzigen Textilien – Rag Revolution. Hannover 2011. Krohne Messtechnik GmbH (Hrsg.): Kunstsammlung Krohne. Verlag Rasch, Bramsche 2019, ISBN 978-3-00-062605-0.
Weblinks Offizielle Website von Christian Hein Profil bei der Galerie Tenhoevel
Einzelnachweise
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