Geneviève Joy (* 4. Oktober 1919 in Bernaville/Hauts-de-France; † 27. November 2009 in Paris) war eine französische Pianistin und Musikpädagogin.

Leben Joy spielte bereits im Alter von vier Jahren Klavier und begann zwölfjährig ihre Ausbildung am Pariser Konservatorium. Ihre Lehrer waren u. a. Jeanne Chapart, Yves Nat und Lucette Descaves.Classical Pianists: Geneviève Joy Sie gewann mehrere Preise am Konservatorium, darunter 1941 im Fach Klavier, und unterrichtete dort als Professorin für Klavierbegleitung, später auch Kammermusik, außerdem auch am Amerikanischen Konservatorium in Fontainebleau und an der École normale de musique de Paris. Zu ihren Schülern zählten u. a. Florent Boffard, Christophe Desjardins, Frédéric Aguessy, Sylvie Barret Nagrodski, Michel Bourdoncle, Vincent Coq, Gérard Gasparian, Anne-Marie Ghirardelli, Mari Kodama, Laurent Korcia, Alain Lefèvre, Géry Moutier, Émile Naoumoff, Emmanuel Petit, Bruno Robilliard, Véronique Roux, Jean-Marc Luisada, Émile Naoumoff, Michel Legrand und Philippe Cassard.

1942 lernte sie den Komponisten Henri Dutilleux kennen, den sie 1946 heiratete. Sie spielte in der Folgezeit die Uraufführungen und teilweise auch Aufnahmen aller seiner Klavierwerke, außerdem auch Erstaufführungen der Klavierkonzerte von Jean River, Henri Barraud und Marius Constant. Ab 1945 bildete sie ein Klavierduo mit Jacqueline Robin, mit der sie Werke von Dutilleux, Maurice Ohana, Pierre Boulez, Germaine Tailleferre und anderen spielte und ein Album mit der Klaviersonate Dutilleux' und Ohanas Sonatine monodique aufnahm. Mit der Geigerin Jeanne Gautier und dem Cellisten André Lévy bildete sie das Trio de France. Mit Michele Auclair spielte sie alle Werke Franz Schuberts für Violine und Klavier ein. Weiterhin entstanden Aufnahmen von Darius Milhauds Erstem Klavierkonzert und von Werken Gabriel Fauré, Claude Debussy, Maurice Ravel, Georges Bizet und anderen.

1961 gab sie eine vielbeachtete Aufführung von Igor Strawinskys Capriccio. Sie trat als Pianistin mehrfach bei den Proms auf und gab Konzertreihen in der Wigmore Hall. Ihre Lehrtätigkeit setzte sie bis kurz vor ihrem Tod fort. Sie wurde auf dem Cimetière du Montparnasse beigesetzt.

Quellen

The Telegraph, 15. Dezember 2009: Obituary Geneviève Joy

Weblinks

Einzelnachweise

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