mini|Wilhelm Berger Wilhelm Berger (* 26. August 1801 in Aderstedt; † 19. September 1882 in Braunschweig) war ein deutscher evangelischer Theologe.
Leben Berger wurde als Sohn des Predigers Joh. Martin Ehrenfried Berger und seiner Ehefrau Juliane Henriette, geborene Beste, geboren.
Er besuchte das Pädagogium Helmstedt und das Domgymnasium Halberstadt. Von 1820 bis 1824 studierte er evangelische Theologie an der Universität Halle. 1824 wurde er Seminarlehrer in Magdeburg. Er promovierte 1825 zum Dr. phil. und war ab 1826 Gymnasiallehrer am Domgymnasium Magdeburg. 1827 wurde er königlicher Divisionsprediger in Magdeburg in der VII. Division. Im gleichen Jahr heiratete er in Magdeburg Therese Jeanette Zerrenner.Heiratseintrag Nummer 34 im Jahr 1827 vom 25. Oktober 1827 im Kirchenbuch der Evangelischen Kirche, Garnisongemeinde Magdeburg; Preußen. Armee. Artillerie Brigade 03 (Brandenburgische); Preußen. Armee. Artillerie Brigade 04 (Magdeburgische); Preußen. Armee. Division 07; Preußen. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor.Ralph Meyer, Geschichte der Deutsch-Reformierten Gemeinde zu Magdeburg, Zweiter Band, Verlag von Julius Neumann, Magdeburg 1914, Seite 292 1832 erfolgte die Berufung zum zweiten Prediger der Deutsch-reformierten Gemeinde Magdeburgs. Im Jahr 1842 wurde er schließlich erster Prediger der Gemeinde. Er predigte in der Paulinerkirche. Von 1854 bis 1876 war er außerdem Rektor der Friedrichsschule. Er hatte für diese Schule und die aus ihr hervorgegangene Töchterschule einen Schulplan erarbeitet, auf dessen Grundlage eine Reorganisation der Bildungseinrichtungen erfolgte. Berger trat auch mit Arbeiten zur Geschichte der deutsch-reformierten Gemeinde hervor. Er lebte von 1832 bis 1876 im Pfarrhaus der Gemeinde im Neuen Weg 17.
Unter Einrechnung seiner Jahre im Schuldienst wurde am 26. April 1874 feierlich sein 50-jähriges Amtsjubiläum begangen.Ralph Meyer, Geschichte der Deutsch-Reformierten Gemeinde zu Magdeburg, Zweiter Band, Verlag von Julius Neumann, Magdeburg 1914, Seite 48 ff.
Er trat auf eigenen Antrag hin am 30. September 1876 in den Ruhestand und verzog dann nach Braunschweig, wo er 1882 verstarb. Seine Beisetzung erfolgte am 22. September 1876 auf dem Magdeburger Nordfriedhof an der Seite seiner vorverstorbenen Ehefrau. Das Totengeleit wurde ihm von den Predigern der deutsch-reformierten Gemeinde Wilhelm Otto und Justus Julius August Jacobi gegeben.Ralph Meyer, Geschichte der Deutsch-Reformierten Gemeinde zu Magdeburg, Zweiter Band, Verlag von Julius Neumann, Magdeburg 1914, Seite 42.
Werke Predigt zur Weihe der Stadtverordnetenwahl am 07.09.1834, 1834 Die Deutsch-Reformierte Gemeinde in Magdeburg. Verzeichnis ihrer Mitglieder und Nachrichten über das Kirchen-, Schul- und Armenwesen ders., 1842 Leichenpredigt für Herrn Schäffer, Inspektor und Ritter zu Magdeburg, 1842
Literatur Ralph Meyer, Geschichte der Deutsch-Reformierten Gemeinde zu Magdeburg, Zweiter Band, Verlag von Julius Neumann, Magdeburg 1914, Seite 42 ff.
Weblinks Eintrag im Magdeburger Biographischen Lexikon
Einzelnachweise
Kategorie:Evangelischer Geistlicher (19. Jahrhundert) Kategorie:Person des Christentums (Magdeburg) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1801 Kategorie:Gestorben 1882 Kategorie:Mann