Mejholm (auch Mejlholm) ist eine unbewohnte dänische Insel in der „Dänischen Südsee“ (dänisch: Det Sydfynske Øhav). Sie liegt im flachen Meeresgebiet südlich von Fyn (Fünen) in unmittelbarer Nähe zu den Nachbarinseln Birkholm, Hjortø und Egholm . Administrativ gehört Mejholm zur Svendborg Kommune in der Region Syddanmark.

Geographie und Etymologie Mejholm ist eine rund 12 Hektar große, extrem flache Moräneninsel mit ausgedehnten Salzwiesen, Sandbänken und Nehrungen. Die höchste Erhebung liegt lediglich knapp zwei Meter über dem Meeresspiegel, weshalb das Eiland bei extremen Sturmfluten regelmäßig überspült wird.

Der Name Mejholm (historisch wie auch kartographisch als Mejlholm geführt) leitet sich vom altdänischen Wort mejl (für „mittel“ oder „dazwischenliegend“) und holm (kleine Insel) ab. Der Name beschreibt die Geographie der Insel als zentrales Glied in der Kette kleinerer Holme zwischen Hjortø und Birkholm.

Geschichte und Nutzung Aufgrund der geringen Fläche und der hohen Überschwemmungsgefahr fand auf Mejholm nie eine dauerhafte Besiedlung statt. Ähnlich wie auf den Nachbareilanden nutzten jedoch die Bewohner der umliegenden Inseln das Eiland historisch zur sommerlichen Viehweide. Schafe und Jungvieh wurden per Boot übergesetzt, um das Gras der salzhaltigen Küstenwiesen zu nutzen.

Natur und Naturschutz Mejholm besitzt eine herausragende ökologische Bedeutung als intaktes Biotop im Dänischen Südmeer. Die Insel ist geschütztes Vogelschutzgebiet und fällt unter die internationalen Schutzbestimmungen der Ramsar-Konvention sowie der EU-Vogelschutzrichtlinie (Bestandteil des Natura 2000-Netzwerks):

Vogelschutz und Betretungsverbot: Mejholm gilt als eines der sensibelsten Brutgebiete der Region. Um die dort nistenden Küstenvögel (darunter Seeschwalben, Säbelschnäbler, Eiderenten und Möwenarten) vor Störungen zu schützen, gilt während der Brutzeit vom 1. März bis zum 15. Juli ein absolutes Betretungsverbot für die Insel sowie ein Annäherungsverbot von weniger als 50 Metern vom Wasser aus. Flora: Die Pflanzendecke wird durch salztolerante Halophyten geprägt. Auf den ungestörten Strandwiesen gedeihen seltene Pflanzenarten der Ostseeküste, darunter der Halligflieder (Limonium vulgare), die Strand-Grasnelke (Armeria maritima) und der Europäische Queller (Salicornia europaea).

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