Rummelsborn war ein Vorwerk auf der Gemarkung der Stadt Beelitz im heutigen Landkreis Potsdam-Mittelmark in Brandenburg.

Lage Das Vorwerk lag nordwestlich des Stadtzentrums an der Grenze zwischen Kurbrandenburg-Preußen und dem Kurfürstentum Sachsen.

Geschichte Im 16. Jahrhundert bestand am späteren Standort von Rummelsborn ein Teerofen, der jedoch bereits vor der Mitte des 17. Jahrhunderts wieder eingegangen war. Eine dauerhafte Siedlungsstruktur entwickelte sich in dieser Zeit nicht.

Zu Beginn des 17. Jahrhunderts ist die Örtlichkeit als Am Rommels Bornn auf der Karte von Oeder-Zimmermann verzeichnet. Nach dem Ende des Teerofen wurde 1717 ein Vorwerk und ein Krug neu errichtet, womit eine erneute Nutzung des Standortes einsetzte. Kirchlich war der Ort nach Beelitz eingepfarrt. Im 18. Jahrhundert bestand Rummelsborn weiterhin als Vorwerk mit Krug im Besitz der Stadt Beelitz und unterstand dem Land- und Stadtgericht Beelitz. Für 1745 ist das Vorwerk ausdrücklich belegt.

Im Jahr 1801 bestand Rummelsborn als Vorwerk und Krug mit zwei Kolonisten; es umfasste 95 Morgen Land, die von der Kämmerei Beelitz in Erbpacht vergeben waren, und beherbergte ein Nebenzollamt der Stadt Beelitz. 1824 lebten dort vier Arbeiterfamilien sowie zwei Kohlenschweler. Bereits 1830 wurde die Anlage zum Abbruch verkauft; 1837 waren die Gebäude vollständig abgetragen, und Grund und Boden wurden in den Beelitzer Stadtforst eingegliedert.

Im 20. Jahrhundert bestand keine Siedlung mehr; das Gelände blieb Teil des Stadtforstes von Beelitz. Seit 1973 befand sich an dieser Stelle eine Revierförsterei. Im Jahr 2026 befindet sich an der Stelle des ehemaligen Vorwerks mit dem Brücker Weg der südliche Rand des Beelitzer Ortsteils Fichtenwalde.

Literatur Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 375)

Kategorie:Geographie (Beelitz) Kategorie:Zerstört in den 1830er Jahren