Die Kraftwerke in Gambia werden sowohl auf einer Karte als auch in Tabellen (mit Kennzahlen) dargestellt.

Die Energieversorgung in Gambia basiert traditionell fast vollständig auf importierten fossilen Brennstoffen (Schweröl und Diesel). Die Stromerzeugung wird zentral von der staatlichen National Water and Electricity Company (NAWEC) kontrolliert und befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel hin zu erneuerbaren Energien und regionaler Unabhängigkeit. Aufgrund der geringen Größe des Landes gibt es nur eine sehr überschaubare Anzahl an zentralen Kraftwerken, die primär die Greater Banjul Area (GBA) und einige Provinzstädte versorgen.

Installierte Leistung und Jahreserzeugung Mit einer installierten Leistung von 187,1 MW und einer jährlichen Erzeugung von 0,520 Mrd. kWh belegt Gambia im Jahr 2024 die Plätze 185 bzw. 175 weltweit. Durch forcierte Netzausbauten erreichte der Elektrifizierungsgrad landesweit 90 %, wobei der Fokus verstärkt auf der Anbindung ländlicher Regionen liegt.

Thermische Kraftwerke mini|Die Kraftwerksschiffe Koray Bey und Faruk Bey

Diese klassischen Kraftwerke bildeten jahrzehntelang das Rückgrat der gambischen Stromversorgung. Das älteste und historisch wichtigste Kraftwerk des Landes liegt im städtischen Ballungsraum Kotu. Es wird primär mit Schweröl betrieben. Seine Generatoren kämpfen aufgrund ihres Alters regelmäßig mit technischen Ausfällen.

Das schwimmende Kraftwerkschiff Koray Bey (mit dem Kraftwerkschiff Faruk Bey als Backup) des türkischen Energiekonzerns Karpowership lag seit 2018 im Hafen von Banjul vor Anker. Es spielte eine fundamentale Rolle bei der Beendigung der chronischen Stromausfälle im Land. Der siebenjährige Liefervertrag wurde von der NAWEC im Mai 2025 offiziell beendet, da das Land verstärkt auf Energieunabhängigkeit und den Import von günstigerem Wasserkraftstrom aus den Nachbarländern setzt.

In den landeinwärts gelegenen Provinzstädten sind kleinere, dezentrale Diesel-Kraftwerke der NAWEC. Diese Inselnetze waren historisch nicht mit dem Hauptnetz an der Küste verbunden und sichern die Grundversorgung im Landesinneren (Bansang (420KW), Janjanbureh (270KW), Kerewan (142KW), Basse (640KW), Farafenni (400KW), Mansa Konko (400KW))

Name des Kraftwerks Typ / Brennstoff Status Anmerkungen Kotu Power Station 41,4 Schweröl in Betrieb (1981) Brikama I Power Station 38,4 Schweröl in Betrieb (2006) Brikama II Power Station 17,8 Schweröl in Betrieb (2021) Kraftwerkschiff Koray Bey 30 Schweröl 2018–2025 6× Provinzkraftwerke Diesel in Betrieb

Solarkraftwerke Name des Solarkraftwerks Typ Status Anmerkungen Jambur Solar Power Station 23 Photovoltaik in Betrieb (2024) Soma Solar Power Station bis zu 150 Photovoltaik geplant

Wasserkraftwerke Gambia besitzt keine eigenen Wasserkraftwerke, aber das Land bezieht Strom über regionale Netzeinkäufe über das OMVG-Netzwerk (Organisation pour la mise en valeur du fleuve Gambie). Hierüber kauft das Land Energie ein, die gemeinschaftlich in Wasserkraftwerken in Guinea und Senegal produziert wird.

Windparks Gambia besitzt noch keine eigene Windparks, aber es befinden sich welche in der Planungspfase. Einzelne Windkraftanlagen existierten, so beispielsweise das historische Pilotprojekt in Batakunku. Es wurde von privaten Initiatoren aus Deutschland und dem Senegal errichtet. Aufbauend auf dem Erfolg von Batakunku wurde 2012 ein kleinerer, lokaler Windpark nahe dem Fischerdorf Tanji in Betrieb genommen, um die dortige Küsteninfrastruktur zu unterstützen.

Name des Windparks Typ Status Anmerkungen Batakunku Windmill 0,15 Onshore Privat betriebenes Pilotprojekt Tanji Wind Park 0,9 Onshore 2012–2013 NEK Onshore Windfarm bis zu 200 Onshore in Planung Der Baubeginn ist für 2027 angesetzt. NEK Offshore Windfarm bis zu 350 Offshore in Planung In der Machbarkeits- und Untersuchungsphase.

Weblinks

Einzelnachweise

! Gambia