mini|200px|Philippe Biéler (2023) Philippe Biéler (* 3. Januar 1954 in Genf) ist ein Schweizer Politiker der Grünen Schweiz (GPS), der unter anderem 1998 Präsident des Staatsrates des Kantons Waadt sowie von 2005 bis 2017 Präsident des Schweizer Heimatschutzes (SHS) war.

Leben Philippe Biéler war ein Sohn des evangelischen Geistlichen und Hochschullehrers André Biéler (1914–2006) und von Geneviève Gautier sowie ein Enkel des Ingenieurs Alfred Biéler und der Elektroingenieurin Cécile Butticaz väterlicherseits sowie des Bankiers Charles Gautier und der Frauenrechtlerin Hélène Gautier-Pictet mütterlicherseits. Nachdem er ein Studium der Rechtswissenschaften mit einem Licence en droit war er als Jurist für den Mieterinnen- und Mieterverband Schweiz (MV) tätig und wurde 1988 Generalsekretär der L’Association des locataires en Suisse romande (ASLOCA Romande), der französischsprachigen Föderation des MV.

Am 20. März 1994 wurde Biéler für die Grüne Schweiz (GPS) zum Staatsrat des Kantons Waadt gewählt und gehörte diesem nach seinen Wiederwahlen am 15. März 1998 sowie am 17. März 2002 vom 20. März 1994 bis zum 30. November 2003 an. In der Kantonsregierung von Waadt fungierte er als Nachfolger von Claude Ruey vom 20. März 1994 bis zu seiner Ablösung durch Pierre-François Veillon am 7. März 1996 zunächst als Vorsteher des Départements für Justiz, Polizei und Militärangelegenheiten. Daraufhin löste er am 7. März 1996 Charles Favre als Vorsteher des Départements für soziale Sicherheit und Versicherungen ab und behielt dieses Amt bis zum 21. April 1998, woraufhin Charles-Louis Rochat dieses Amt übernahm. Er selbst war als Nachfolger von Daniel Schmutz schließlich zwischen dem 21. April 1998 und seiner Ablösung durch François Marthaler am 30. November 2003 noch Vorsteher des Départements für Infrastrukturen.

Am 1. Januar 1998 löste Biéler Charles Favre als Präsident des Staatsrates des Kantons Waadt ab und war damit bis zum 31. Dezember 1998 Vorsteher der Kantonsregierung, woraufhin Claude Ruey dieses Amt übernahm. 2005 übernahm er den Posten als Präsident des Schweizer Heimatschutzes (SHS), die 1905 gegründete die grösste Schweizer nicht gewinnorientierte Organisation im Bereich Baukultur, und übte dieses Amt bis zu seiner Ablösung durch Strafrechter Martin Killias 2017. Während dieser Zeit gehörte er zudem von 2010 bis 2011 der Postkommission des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (DETEC) als Mitglied an. Sein Sohn Benoît Biéler (* 1980) war von 2006 bis 2013 als Vertreter der Grünen Mitglied des Stadtrates von Lausanne.

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Einzelnachweise

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