Bartężek () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Stadt-und-Land-Gemeinde Morąg im Powiat Ostródzki.

Geographische Lage Bartężek liegt westseitlich des Jezioro Bartężek () im nördlichen Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, elf Kilometer südöstlich der Stadt Morąg bzw. 14 Kilometer nordwestlich der Kreismetropole Ostróda.

Geschichte Das einstige Bertingswalde – im Laufe der Jahre auch Berting, Bertingen, Bertungen, Bärtinga und dann Bärting genannt – war ein Gutsort mit dazugehörigen kleinen Gehöften sowie einem Gutspark.Dietrich Lange: Bärting, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005)

Das Dorf bestand bereits zur Ordenszeit und war ein kulmisches freies Gut im Kammeramt Kerpen in der Komturei Christburg.Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Bärting Am 25. Mai 1340 verlieh Alexander von Kornre, oberster Trapier und Komtur zu Christburg Ländereien zu Kulmer Recht an Claus von dem Kanthen, und am 23. Juli 1557 erfolgte eine erneute Verschreibung von Berting durch Markgraf Albrecht den Älteren.

Im Jahre 1785 wurde Bärting als adliges Vorwerk am See Bärting mit 26 Feuerstellen genannt, im Jahre 1820 als adliges Dorf mit 16 Feuerstellen bei 153 Einwohnern.

Als 1874 der Amtsbezirk Himmelforth im ostpreußischen Kreis Mohrungen, Regierungsbezirk Königsberg, errichtet wurde, wurde Bärting dorthin eingegliedert, und zwar sowohl als eine Landgemeinde als auch als ein Gutsbezirk.Rolf Jehke: Amtsbezirk Himmelforth

Für Bärting wurden im Jahre 1885 128 Einwohner, im Jahre 1910 68 Einwohner genannt.

Am 30. September 1928 wurde der Gutsbezirk Bärting in die Landgemeinde Bärting eingemeindet. Die Einwohnerzahl veränderte sich bis 1933 auf 239 und bis 1939 auf 277.Michael Rademacher: Ortsbuch Landkreis Mohrungen

Als 1945 in Folge des Zweiten Weltkrieges das gesamte südliche Ostpreußen an Polen fiel, erhielt Bärting die polnische Namensform „Bartężek“. Das Dorf ist heute eine Ortschaft innerhalb der Stadt-und-Landgemeinde Morąg im Powiat Ostródzki, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig. Im Jahre 2021 zählte das Dorf 116 Einwohner.

Religion Bärting war bis 1945 in den Sprengel Sonnenborn im Kirchspiel der vereinigten evangelischen Kirchengemeinden Sonnenborn-Venedien in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union eingegliedert,Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 466 außerdem in die römisch-katholische Pfarrei St. Joseph in Mohrungen im damaligen Bistum Ermland.

Heute gehört Bartężek evangelischerseits zur Kirchengemeinde in der Stadt Morąg, einer Filialgemeinde von Ostróda in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, so wie katholischerseits zur Pfarrei Słonecznik im Dekanat Morąg im Bistum Elbląg.

Verkehr Bartężek liegt an einer Nebenstraße, die bei Bramka von der Woiwodschaftsstraße 527 (einstige Reichsstraße 133) abzweigt und über Tarda bis nach Miłomłyn an der Schnellstraße S 7 (= Europastraße 77) führt.

Eine Bahnanbindung besteht nicht. Von 1909 bis 1992 war Sonnenborn resp. Słonecznik die nächste Bahnstation. Sie lag an der heute nicht mehr existierenden Bahnstrecke Osterode–Liebemühl–Mohrungen–Liebstadt–Wormditt.

Weblinks Bildarchiv Ostpreußen: Slideshow Bärting

Einzelnachweise

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