mini|Dorfkirche Limbach (Oschatz) mini|Schnitzaltar mini|Orgelprospekt Die evangelische Dorfkirche Limbach ist eine spätgotische Saalkirche im Ortsteil Limbach von Oschatz im Landkreis Nordsachsen in Sachsen. Sie gehört zur Kirchengemeinde Oschatzer Land im Kirchenbezirk Leisnig-Oschatz der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens.

Geschichte und Architektur Die Kirche ist eine langgestreckte niedrige Saalkirche mit einem turmartigen westlichen Dachreiter, die um 1460 unter Einbeziehung eines romanischen Bauwerks erbaut wurde. Sie gehörte einst zum Kloster Sornzig, später zum Rittergut Saalhausen. Größere Umbauten im Inneren wurden in den Jahren 1727 im Innern und 1822 unter anderem am Glockenturm durchgeführt, eine Restaurierung des Äußeren erfolgte in den Jahren 1994/1995.

Das Bauwerk ist ein verputzter Bruchsteinbau mit Dreiachtelschluss, der durch Rund- und Korbbogenfenster erhellt wird.

Im Innern ist das Bauwerk flachgedeckt, einfache Emporen sind im Westen, Süden und Osten eingebaut. An der Südseite ist eine Betstube eingebaut. An der Nordwand ist eine beachtenswerte Sakramentsnische mit Kielbogen, Blendmaßwerk und Kreuzblume aus der Zeit um 1460 eingebaut.

Ausstattung Das Hauptstück der Ausstattung ist ein spätgotischer Schnitzaltar, der im Jahr 1963 zufällig hinter einer Verkleidung entdeckt wurde.Information auf der Website der Gemeinde Er ist auf das Jahr 1514 datiert und wurde 1995 restauriert. Er zeigt im Schrein die Madonna mit den Heiligen Martin und Nikolaus; auf der Rückseite eine Darstellung von Nathans Bußpredigt vor David mit einem Zitat nach und die Verleugnung des Petrus mit Hahn und Glocke im Hintergrund. An der Kanzel sind in ähnlicher Malweise die Evangelisten dargestellt, die nur teilweise freigelegt wurden. Der Beichtstuhl ist als Durchgang zur Kanzel gestaltet und auf 1727 datiert.

Die im Osten eingebaute Orgel ist ein Werk von Urban Kreutzbach aus dem Jahr 1848 mit acht Registern auf einem Manual und Pedal.

Nachdem im Jahr 2004 die Glocken wegen statischer Mängel des Glockenstuhls nicht mehr geläutet werden konnten, erfolgten 2005 statische Sicherungsmaßnahmen und ein Einbau eines neuen Glockenstuhls, in dem sich nur noch zwei statt der ehemals drei vorhandenen Glocken befinden.

Literatur

Weblinks

Website der Kirchengemeinde

Einzelnachweise

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