Ruth Horadam-Bene, bis 1929 Ruth Horadam (* 22. Juni 1901 in Düsseldorf; † 11. April 1991 ebenda), war eine deutsche Bildhauerin.
Leben Vermutlich in der ersten Hälfte der 1920er Jahre studierte Ruth Horadam an der Kunstakademie Düsseldorf. Dort wurde sie Meisterschülerin von Richard Langer. Ein Praktikum der Schnitzschule in Garmisch-Partenkirchen während ihrer Studienzeit vermittelte ihr verschiedene alte Schnitztechniken, die sie später für ihre Skulpturen aufgriff. Wie die Bildhauerinnen Eva Brinkman, Harriet Ellen Siderovna von Rathlef-Keilmann und Milly Steger gehörte sie zum Kreis der Künstlervereinigung Das Junge Rheinland.Jens-Henning Ullner: „(…) in all den Jahren nie verstummt.“ Künstlerinnen im Jungen Rheinland. Eine Spurensuche in den Beständen des Rheinischen Archivs für Künstlernachlässe. In: annoRAK. Mitteilungen aus dem Rheinischen Archiv für Künstlernachlässe. Heft 7, Bonn 2019, S. 141, Fußnote 7 (PDF) Intensive Kontakte pflegte sie mit den Bildhauern Zoltan Székessy und Jupp Rübsam sowie zu dessen Ehefrau und ihrer Studienkollegin, der Textilkünstlerin Olga Anhalzer (1901–1990).
In den Jahren 1922, 1924, 1925 und 1926 war sie auf Großen Kunstausstellungen in Düsseldorf vertreten, im Sommer 1926 auch mit einer Plastik auf der GeSoLei. Mit der Figurengruppe Drei Marien trat sie in der Ausstellung Deutsche Kunst Düsseldorf 1928 auf.Anna Klapheck-Strümpell: Die Ausstellung „Deutsche Kunst Düsseldorf 1928“. In: Die Kunst für Alle. 43. Jahrgang (1927–1928), S. 321 (Digitalisat) Nach Studienreisen durch Italien und Ungarn nahm sie 1929 und 1930 an zwei Ausstellungen der Rheinischen Sezession teil. Im Frühjahr 1930 war sie außerdem mit einer Skulptur auf der Ausstellung Rheinische Kunst im Berliner Schloss vertreten.
1929 heiratete sie den Juristen Friedrich Bene. Das Paar bekam zwei Söhne. Dennoch blieb sie bis Anfang der 1940er Jahre künstlerisch aktiv und nahm weiterhin an Ausstellungen teil. Schließlich stellte sie aber, durch den schlechten Gesundheitszustand ihres Mannes und finanzielle Probleme bedingt, ihre künstlerische Arbeit ein. Von 1953 bis zu ihrer Pensionierung 1968 arbeitete sie als Zeichenlehrerin an verschiedenen Düsseldorfer Schulen. Von 1934 bis zu ihrem Tod lebte sie im Haus Kaesbach in Düsseldorf-Lohausen.
Literatur Anke Münster: Künstlerinnen in Köln und Düsseldorf von 1918 bis 1933. Typoskript, Gießen 1991, S. 106–110. Anna Schrader: Ruth Horadam-Bene. In: Marc Gundel, Arie Hartog, Frank Schmidt (Hrsg.): Bildhauerinnen in Deutschland. Bremen 2019, S. 60 f.
Weblinks Ruth Horadam-Bene, Eintrag im Portal emuseum.duesseldorf.de
Einzelnachweise
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