Eklipse ist ein österreichisch-italienischer Spielfilm aus dem Jahr 2026. Regie führte Manuel Wetscher, der gemeinsam mit Bernhard Jarosch das Drehbuch schrieb. Die Produktion wurde zu den Internationalen Filmfestspielen von Venedig 2026 in die Sektion Orizzonti eingeladen. mini|Das Filmteam bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig 2026
Handlung In Tirol verbringen der 12-jährige Tomy und sein Freund Chris 1999 die Ferien auf der Alm seines Onkels. Als Chris erfährt, dass Tomys Vater mit AIDS im Krankenhaus liegt, zieht er sich aus Angst vor einer Ansteckung zurück.
Tomy wird von seiner Familie absichtlich im Dunkeln gelassen und sucht nach den Gründen für die Ablehnung, bis mit der Sonnenfinsternis die Wahrheit ans Licht kommt.
Produktion und Hintergrund Die Dreharbeiten fanden an 30 Drehtagen vom 8. Juli bis zum 20. August 2025 in Österreich und Italien statt, gedreht wurde in Tirol und Südtirol.
Der Film wurde von der österreichischen Eutopia Film (Produzenten Bernhard Holzhammer und Victor Kössl) und der Südtiroler Albolina Film (Produzenten Wilfried Gufler und Debora Nischler) produziert. Beteiligt war der Österreichische Rundfunk. Unterstützt wurde die Produktion vom Österreichischen Filminstitut, ÖFI+, Cine Tirol, dem Amt der Tiroler Landesregierung und IDM Südtirol / Alto Adige.
Die Kamera führte Simone Hart, die Musik stammt von Marco Schröder und Johannes Winkler, die Montage verantwortete Anna Kirst und das Casting Nicole Schmied. Das Szenenbild gestaltete Esther Frommann, das Kostümbild Cinzia Cioffi, den Ton Benedikt Palier, Nora Czamler und Isobel Cope und die Maske Andreas Meixner. Bei dem Film handelt es sich um das Langfilmdebüt von Manuel Wetscher.
Die Geschichte ist durch den Tod von Manuel Wetschers Vater inspiriert, als er selbst sieben Jahre alt war. Die VHS-Aufnahmen des Vaters liefern eine Klammer für den Film des Sohnes. Die wahre Todesursache seines Vaters erfuhr Wetscher erst lange später.
Veröffentlichung Premiere war am 5. September 2026 im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele von Venedig 2026 in der Sektion Orizzonti.La Biennale di Venezia / Calendario delle proiezioni per il pubblico della 83. Mostra Internazionale d’Arte Cinematografica. In: labiennale.org (abgerufen am 8. August 2026; PDF-Datei).
Eklipse wurde auch ins Programm des im selben Monat abgehaltenen Toronto International Film Festival aufgenommen. Dort wird Wetschers Regiearbeit in der Sektion Centrepiece als nordamerikanische Premiere gezeigt.TIFF’s 2026 Centrepiece programme presents highly anticipated World Premieres, new work from luminaries, and award-winning films from 50 countries. In: tiff.net, 4. August 2026 (abgerufen am 5. August 2026).
Rezeption Marina Pavido bezeichnete die Produktion auf cinema-austriaco.org als äußerst tiefgründiges und reifes Werk, mit einem Regieansatz, dessen Markenzeichen stark kontemplative Momente und Stille, die oft die Oberhand über die Worte gewinnen, sei.
Simon Eberhard vergab auf outnow.ch drei von sechs Sternen und sah sich ein wenig an den Schweizer Film Höhenfeuer erinnert. Allerdings gelinge es dem Film nicht ganz, eine ähnliche Intensität zu entwickeln. Schön seien die Szenen in der ersten Filmhälfte, in der die beiden Jungen die Bergwelt erkunden. Insbesondere den erwachsenen Schauspielern gelinge es zu wenig, beim Publikum etwas auszulösen. Auf der visuellen Ebene bringe Eklipse die Message nicht ganz so auf den Punkt, wie es wohl die Absicht war.
Auszeichnungen und Nominierungen Diagonale 2022 Auszeichnung mit dem Carl-Mayer-Drehbuchpreis Internationale Filmfestspiele von Venedig 2026 Nominierung für den Premio Orizzonti (Bester Film) Special mention for cinematography (Simone Hart)
Weblinks
Eklipse auf eutopia.film
Einzelnachweise
Kategorie:Filmtitel 2026 Kategorie:Österreichischer Film Kategorie:Italienischer Film Kategorie:Filmdrama Kategorie:AIDS im Film