mini|Lydie Arickx (2006) Lydie Arickx (geboren 10. Januar 1954 in Villecresnes) ist eine französische Malerin und Bildhauerin.
Leben Lydie Arickx wurde als Tochter flämischer Eltern geboren. Nach ihrem Studium (1974–1978) an der École supérieure d’arts graphiques Penninghen (ESAG) in Paris hatte sie 1979 ihre erste Einzelausstellung in Paris in der Galerie Jean Briance (Pastelle und Ölgemälde).
Seit Anfang der 1980er Jahre nahm sie an internationalen Veranstaltungen wie der Art Basel, der Foire internationale d’art contemporain (FIAC) oder der Art Paris teil.
1988 stellte sie ihre Werke in Belgien, der Schweiz, Deutschland, den Niederlanden sowie später in Spanien und den Vereinigten Staaten aus, wo ihre erste Ausstellung von Amaury Taittinger in New York an der Seite von Francis Bacon präsentiert wurde.
1991 ließ sich Lydie Arickx in Angresse im Département Landes nieder.. Dort arbeitete sie an großformatigen Werken und widmete sich der monumentalen Bildhauerei. Ihr Atelier ist ein Ort des Experimentierens: Dort erforscht und adaptiert sie neue Trägermaterialien und Werkstoffe für ihre Kreationen (Holz, Stoffe, Bitumen, Harze und Fasern …). 1998 gründete sie gemeinsam mit Alex Bianchi die „Rencontres du Cadran“, bei denen fünf Jahre in Folge mehr als 80 internationale und aufstrebende Künstler zu Gast waren.
Im Jahr 2014 veröffentlichte Lydie Arickx ihr erstes Manuskript mit dem Titel Nous vivons.
Im Jahr 2015 eroberte sie die Stadt Roubaix mit drei Ausstellungen als Hommage an ihre familiären Wurzeln und einer Live-Performance, die sich über eine Länge von 200 Metern und eine Höhe von 3 Metern erstreckte.
Im folgenden Jahr nahm sie den gesamten großen Saal der „Gens d’armes“ in der Conciergerie (Paris) in Beschlag. Auf Einladung des Centre des monuments nationaux realisierte sie dort live eine Performance über eine Länge von 100 Laufmetern sowie eine Ausstellung und Installation in der Chapelle expiatoire.
Im Jahr 2018 füllte Lydie Arickx das gesamte Schloss Biron in der Dordogne mit mehr als 300 Werken, die sich um das Märchen „Solange es Oger gibt“ drehten. Im Jahr 2021 wurde sie ins Schloss Chambord zu einer Ausstellung mit dem Titel Arborescences eingeladen, die das Leben in all seinen Formen feiert und insbesondere eine monumentale Performance nach Botticellis Primavera umfasst.
Preise und Auszeichnungen 2002: Ritter des Ordre des Arts et des Lettres
2023: Prix Paul Niclausse von der Académie des Beaux-Arts
Ausstellungen
Einzelausstellungen (Auswahl)
1982: Galerie Jean Briance, Paris und L’Amour, Galerie l’Escapade, Genf 1983: Galerie Amaury Taittinger, New York 1989: Barcelona International Art Fair 1990: Vulkan Kultur Gesellschaft, Mainz und Art Basel 1999: Einzelausstellung im Kreuzgang sowie in der Monolith-Kirche anlässlich des 800-jährigen Jubiläums der Jurade von Saint-Émilion 2003: Taurôs Plaza Corde de Rodezno, Pamplona 2005: État de Grâce, Art Paris 2011: Toréer la matière, Espace Van Gogh, Arles 2012: Avant les mots - les langes de la vie, Doppelausstellung an der Universität Paris V und im Couvent des Cordeliers (Paris) 2014: La Forêt, Zwei monumentale Stahlskulpturen, Hôtel de Sully, Paris 2015: Quatre lieux, quatre rendez-vous avec la création (Vierfachausstellung in Roubaix) unter anderem im Musée d’Art et d’Industrie (Roubaix) 2018: Tant qu'il y'aura des ogres, Schloss Biron 2021: Arborescences, Schloss Chambord 2024: Le grand être, Centre d'art contemporain d'Anglet 2026: Le Souffle, ein monumentales Werk in der Kirche Saint-Eustache (Paris)
Performances
1999: Kreuzgang der Stiftskirche zum 800-jährigen Jubiläum der Jurade von Saint-Émilion 2011: Toréart, Performance in der Stierkampfarena von Mont-de-Marsan 2015: La Condition Humaine à la Condition Publique, Performance über eine Länge von 200 Metern und einer Höhe von 3 Metern in der Condition Publique in Roubaix 2016: Oublier qu’on peint (Vergessen, dass man malt), in der Conciergerie auf einer Länge von 100 Metern 2017: Le Festin de Lydie Arickx, Kloster Bonnefont
Werke im öffentlichen Raum (Auswahl) 2006 : Anschaffung einer Skulptur mit dem Titel La Grande Ourse für den Innengarten des Arte-Hauptsitzes in Straßburg. 2013: La Lidia de Lydie Arickx, ein 40 m langes Flachrelief zur Feier des hundertjährigen Jubiläums der Stierkampfarena von Dax
Veröffentlichungen (Auswahl)
Bibliografie
1989: Lydie Arickx, préface de Patrick Grainville, Éditions Eric Koehler, Paris. 1998: Les Racines du chaos, E. Daydé, P. Grainville, M. Le Bot, M. Moreau, P. Osenat, A. Parinaud, N. de Pontcharra, Servedit, Paris, ISBN 978-2868771407 2009: Quand l’amor monte, Alex Bianchi – Lydie Arickx, M. Moreau, T. Delcourt, S. Airoldi, C. Juliet, Éditions du Bout du Rien, ISBN 978-2953425208 2012: Avant les mots - les langes de la vie, Gestaltung Yves Kneusé, Texte A. Kahn, O. Kaeppelin, S. Airoldi, M. Moreau, J. Clément, J.-C. Ameisen, C. Koronéos, F. Monnin, L. Harrambourg, A. Gillis, T. Delcourt, M. Papiernik, P. Paterlini, M. Renaud, Y. Brohard, D. De Latour, P. Péju, Herausgeber BiancArickx.
Weblinks
Einzelnachweise
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