Silin () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Stadt-und-Land-Gemeinde Morąg im Powiat Ostródzki.
Geographische Lage Silin liegt im nördlichen Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, drei Kilometer südöstlich der Stadt Morąg bzw. 19 Kilometer nördlich der Kreismetropole Ostróda.
Geschichte Der kleine Gutsort wurde Abbau Döhring genannt, bevor er am 23. Mai 1860 den offiziellen Namen Sillehnen erhielt.Dietrich Lange: Sillehnen, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) Die dazu amtliche Verlautbarung legte dar: Dem auf der Feldmark des Dorfes Himmelforth, Kreis Mohrungen, entstandenen Abbau des cöllmischen Besitzers August Döhring ist der Name Sillehnen beigelegt worden, ohne daß in den bisherigen Kommunal-, Polizei- und sonstigen Verhältnissen hierdurch irgend etwas geändert wird.Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Sillehnen Sillehnen war bis 1945 ein Wohnplatz von Himmelforth im ostpreußischen Kreis Mohrungen, Regierungsbezirk Königsberg. Der kleine Ort zählte im Jahre 1905 47 Einwohner.
Im Zuge der Abtretung des gesamten südlichen Ostpreußen in Kriegsfolge 1945 an Polen erhielt Sillehnen die polnische Namensform „Silin“. Der Ort ist jetzt eine Osada (= „Siedlung“) innerhalb der Stadt-und-Landgemeinde Morąg im Powiat Ostródzki, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig. Im Jahre 2021 zählte Silin 146 Einwohner.
Religion Kirchlich war Sillehnen vor 1945 zur Stadt Mohrungen hin orientiert: zur dortigen evangelischen Kirche St. Peter und Paul in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union,Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 466 und zur römisch-katholischen Pfarrei St. Joseph im damaligen Bistum Ermland.
Der Bezug zur Stadt Morąg besteht auch heute: zur katholischen Pfarrei St. Joseph, deren Pfarrkirche nun aber die vorher evangelische Kirche ist und zum jetzigen Bistum Elbląg gehört, außerdem zur evangelischen Kirchengemeinde, die nun eine Filialgemeinde von Ostróda in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen ist.
Verkehr Silin liegt an der verkehrsreichen Woiwodschaftsstraße 527 (einstige deutsche Reichsstraße 133), die die Städte Dzierzgoń, Pasłęk und Morąg mit der Woiwodschaftshauptstadt Olsztyn verbindet.
Die nächste Bahnstation ist Morąg und liegt an der Bahnstrecke Olsztyn–Bogaczewo (– Elbląg).
Weblinks Bildarchiv Ostpreußen: Slideshow Sillehnen
Einzelnachweise
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