H wie Habicht (Originaltitel H Is for Hawk) ist eine Literaturverfilmung aus dem Jahr 2025 mit Claire Foy. Regie führte Philippa Lowthorpe, die gemeinsam mit Emma Donoghue das Drehbuch basierend auf dem 2014 veröffentlichten gleichnamigen autobiografischen Buch von Helen Macdonald schrieb.

Handlung Für die Cambridge-Dozentin Helen Macdonald bricht eine Welt zusammen, als ihr Vater Alisdair, zu dem sie ein enges Verhältnis hatte, überraschend verstirbt. In ihrer Trauer beginnt sie sich immer weiter zurückzuziehen und die Kontakte zu anderen Menschen zu vernachlässigen. Stattdessen kehrt sie in Gedanken an jene Situationen zurück, in denen sie mit ihrem Vater gemeinsam in der Natur unterwegs war.

Die Falknerei war bereits in ihrer Kindheit eine Leidenschaft, die ihr Vater unterstützte. Daher holt sie sich den Habicht Mabel und beginnt, diesen abzurichten. Dabei fühlt sich Helen ihrem Vater näher. Die Ausbildung des Greifvogels stellt Helen vor große Herausforderungen. Unterstützung erhält sie von ihrer besten Freundin Christina, die versucht, sie vor der völligen Isolation zu bewahren, sowie von ihrer Mutter, die zwischen Verständnis und Sorge schwankt.

Synchronisation Die deutsche Synchronisation übernahm TNT Media. Dialogregie führte Josephine Schmidt, die auch das Dialogbuch schrieb.

Rolle Darsteller Synchronsprecher Helen Macdonald Claire Foy Sarah Riedel Alisdair Macdonald Brendan Gleeson Lutz Riedel Mrs. Macdonald Lindsay Duncan Marianne Groß Academic James Parsons Eugen Knecht Christina Denise Gough Natascha Geisler Aimee Darcy Alexander Julia Bautz Director of Studies Kamal Simpson Jermain Meyer

Produktion und Hintergrund Der Film wurde von Plan B Entertainment (USA), Film4 Productions (UK), Protagonist Pictures, DESMAR (Singapur), Saturnia Pictures und Good Gate Media produziert, als Produzenten fungierten Dede Gardner und Jeremy Kleiner. Die Dreharbeiten fanden ab November 2024 in Cambridge, Wales und London statt.

Die Kamera führte Charlotte Bruus Christensen, die Musik schrieb Emilie Levienaise-Farrouch, die Montage verantwortete Nico Leunen und das Casting Shaheen Baig. Das Production-Design gestaltete Sarah Finlay und das Kostümbild Amy Roberts. In den USA erhielt der Film ein PG-13-Rating.

Eine Verfilmung des Buches wurde ab 2015 geplant. Lena Headey erwarb die Filmrechte und plante als Produzentin und Hauptdarstellerin das Projekt umzusetzen. Headey blieb schließlich als ausführende Produzentin am Film beteiligt.

Veröffentlichung Weltpremiere war am Telluride Film Festival 2025 und Europa-Premiere am 29. September 2025 am Zurich Film Festival (ZFF). Weitere Vorführungen waren 2025 am BFI London Film Festival, am San Diego International Film Festival (SDIFF), am AFI Fest, am Denver Film Festival und am Palm Springs International Film Festival sowie am Torino Film Festival. Anfang Juli 2026 lief der Film am Filmfest München 2026 in der Sektion Spotlight.

In den USA und im Vereinigten Königreich kam der Film am 23. Januar 2026 in die Kinos, am 24. Februar 2026 wurde dieser als Video-on-Demand veröffentlicht. Der deutsche Kinostart war am 23. Juli 2026 im Verleih der DCM Film Distribution. Der österreichische Kinostart erfolgte am selben Tag im Panda Lichtspiele Filmverleih.

Rezeption

Am 21. Juli 2026 waren 84 der 103 bei Rotten Tomatoes aufgeführten Kritiken positiv, mit einer durchschnittlichen Bewertung von 6,60 von 10 Punkten. Bei Metacritic erhielt der Film am 21. Juli 2026 einen Metascore von 63 von 100 möglichen Punkten, der auf 23 Rezensionen basierte.

Filmdienst.de vergab drei von fünf Sternen und bezeichnete die Produktion als gelungene Mischung aus innigen Vater-Tochter-Rückblenden, Drama und atemberaubenden Naturbeobachtungen, wobei insbesondere die Annäherung zwischen Mensch und Raubvogel sehr authentisch dargestellt würden.

Oliver Armknecht bewertete den Film auf film-rezensionen.de mit sieben von zehn Punkten und nannte ihn sehenswert, was maßgeblich an dem Ensemble liege. Das Drama locke aber auch mit schönen Bildern.

Oliver Kube (vier von fünf Sterne) urteilte auf filmstarts.de, dass Claire Foy großartig als emotional aus der Bahn geworfene Professorin sei. Die wunderbar raue Natur Ostenglands und ein mehr als eigenwilliger Raubvogel würden ihr dabei helfen, uns schnell in die wahre Geschichte dieser außergewöhnlichen Frau hineinzuziehen.

Britta Schmeis nannte den Film auf epd-film.de ein eindringliches und irritierendes Naturdrama. Lowthorpe zeichne den Weg Helens voller Zartheit und Brutalität zugleich, Claire Foy gebe Helen voller Intensität und Authentizität.

Walli Müller urteilte auf ndr.de, dass der Film nicht gefällig, sondern eher sperrig, aber sehr wahrhaftig von Trauer und der Liebe zur Natur, die Trost spenden kann, erzähle.

Auszeichnungen und Nominierungen Zurich Film Festival 2025 Auszeichnung mit dem Golden Eye Award (Claire Foy) British Independent Film Awards 2025 Nominierung für die beste Kamera (Charlotte Bruus Christensen) British Academy Film Awards 2026 Nominierung als bester britischer Film (Philippa Lowthorpe, Dede Gardner, Jeremy Kleiner und Emma Donoghue)

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 2025 Kategorie:Britischer Film Kategorie:US-amerikanischer Film Kategorie:Singapurischer Film Kategorie:Filmdrama Kategorie:Literaturverfilmung Kategorie:Tier im Film Kategorie:Greifvogelhaltung