mini|hochkant|Antonio Pallotta mini|hochkant|Kardinalswappen Antonio Pallotta (* 23. Februar 1770 in Ferrara (nach anderen Quellen: CaldarolaSiehe Catholic Hierarchy und Miranda (die beide den Ort zweifelhaft der Erzdiözese Ferrara zuordnen) sowie GCatholic.); † 19. Juli 1834 in Montecassiano) war ein italienischer Kardinal der Römisch-katholischen Kirche.

Leben Antonio Pallotta wurde am 23. Februar 1770 in Ferrara als Sohn des Grafen Giovanni Mario Pallotta, Oberst und Vizekastellan der Festung von Ferrara, der einer ursprünglich aus Caldarola im Piceno stammenden Patrizierfamilie angehörte, und der Gräfin Cinzia Maffei geboren. Er war der Neffe von Kardinal Guglielmo Pallotta (1727–1795). Auch die Familienmitglieder Giovanni Evangelista Pallotta (1548–1620) und Giovanni Battista Maria Pallotta (1594–1668) sind Kardinäle gewesen.

1796 ist er als Referendar des Tribunals der Apostolischen Signatur und 1800 als Kanoniker der Vatikanischen Basilika von St. Peter nachgewiesen. Ebenfalls 1800 wurde Apostolischer Protonotar.

Von 1816 bis 1823 war er Generalauditor der Apostolischen Kammer. In dieser Eigenschaft ordnete er 1819 als Repressionsmaßnahme gegen das Brigantentum die Zerstörung der Stadt Sonnino an. Diese Maßnahme erwies sich als wirkungslos und löste zahlreiche Kritik auch innerhalb der Kurie aus, was schließlich zur Abberufung Pallottas aus dem Amt führte. Der Dichter Giuseppe Gioachino Belli erwähnte diese Zerstörung polemisch in seinem Sonett La Messa der Venardí Ssanto (1833).Gaetano Moroni: Dizionario di erudizione storico-ecclesiastica da S. Pietro sino ai nostri giorni. Bd. 90. Emiliana, 1858, S. 31.

Pius VII. erhob ihn im Konsistorium vom 10. März 1823 zum Kardinalpriester mit der Titelkirche San Silvestro in Capite. Seit 1833 war er Präfekt des Obersten Tribunals der Apostolischen Signatur für Gnadensachen.

Er nahm teil am Konklave 1823, aus dem Leo XII. hervorging, sowie am Konklave 1829, aus dem Pius VIII. hervorging, und am Konklave 1830–1831, aus dem Gregor XVI. hervorging.

Er starb am 19. Juli 1834 im Alter von 64 Jahren in Montecassiano und wurde in seiner Titelkirche beigesetzt.

Literatur Gaetano Moroni: Dizionario di erudizione storico-ecclesiastica da S. Pietro sino ai nostri giorni. Bd. 90. Emiliana, 1858, S. 31.

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Einzelnachweise

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