mini|hochkant|Stammwappen derer von Hüchelhoven Die Herren von Hüchelhoven (auch: Huhelhoven, Hugelhoven, Uchilhovin o. ä.) waren ein niederrheinisches DynastengeschlechtAnton Fahne: Geschichte der kölnischen, jülichschen und bergischen Geschlechter in Stammtafeln, Wappen, Siegeln und Urkunden, Band 1, Heberle, Köln und Bonn 1848, S. 178 f. (hhu.de). aus dem gleichnamigen Stadtteil von Bergheim. Eine Nebenlinie dieses Geschlechts sind die Herren von Alshoven; ferner besteht eine Wappenverwandtschaft mit den Herren von Siegenhoven genannt Anstel sowie mit den Grafen von Moers. Diese besteht auch mit den benachbarten Herren von Aussem, weshalb Leopold von Ledebur eine Stammesverwandtschaft vermutet.Leopold von Ledebur: Archiv für deutsche Adelsgeschichte, Genealogie, Heraldik und Sphragistik (= Vierteljahrsschrift Heft 1), Teil 1, Verlag von L. von Warnsdorff, Berlin 1863, S. 5 (archive.org).
In Köln bestand eine Patrizierfamilie gleichen Namens, jedoch ist keine Verwandtschaft nachgewiesen.
Geschichte Womöglich gingen die Herren von Hüchelhoven aus den Herren von Hückelhoven hervor. Es wird angenommen, dass Erzbischof Phillip I. von Heinsberg Angehörige des Geschlechts Hückelhoven in das heutige Hüchelhoven versetzte. Somit beginnt die Geschichte derer von Hüchelhoven ungefähr mit der Ersterwähnung des Ortes im Jahre 1165. Außerdem waren sie ausnahmslos Vasallen des Erzbischofs von Köln.
Begütert waren die hier behandelten Dynasten an der gesamten Erft, darunter Hüchelhoven (~1165), Alshoven (um 1250), Nettesheim (bis 1260), Jülich (vor 1329),Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Rheinland, AA 0021 / Jülich, Urkunden AA 0021, Nr. 104, abgerufen am 14. Juli 2026. Lechenich (1396),Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Rheinland, AA 0001 / Kurköln, Urkunden AA 0001, Nr. 1273, abgerufen am 14. Juli 2026. und Mönchengladbach (1399).Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Rheinland, AA 0420 / Mönchengladbach, Urkunden AA 0420, Nr. 154, abgerufen am 14. Juli 2026.
Namentlich erschienen zunächst die Gebrüder sowie Ritter Sibert (urkundlich 1231–1262) und Henrich von Hüchelhoven. Ersterer hatte einen Sohn namens Wilhelm (urkundlich 1284) und Letzterer ist im Jahre 1275 als Drost von Hülchrath belegt. Dann traten die Edelherren Gobelo und Hermann von Hüchelhoven, Gebrüder, im Jahre 1248 auf. Ferner waren die seit 1255 belegten Brüder Henrich, der Ritter Gottfried und Hermann im Jahre 1261 Schiedsrichter zwischen den Grafen von Kleve und der Stadt Köln. Ein Gerhard von Hüchelhoven ist für das Jahr 1264 belegt. Im Jahre 1284 erschienen die Beginen Jutta und Aleid von Hüchelhoven, Töchter des verstorbenen Henrich von Hüchelhoven und der Alveradis von Amelen, Tochter des Ritters Sizo. In Utrecht war Dietrich von Hüchelhoven im Jahre 1313 Kanoniker zu St. Maria. Außerdem war er erzbischöflicher Kaplan.Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Rheinland, RW 1023 / Köln, Stadt RW 1023, Nr. Urkunden 100, abgerufen am 20. Juli 2026. Hof Cumbe in Adendorf und der Crüppelzehnt waren im Besitz wurden von einem Henrich von Hüchelhoven als kurtrierisches Lehn genommen. Dieser wurde um 1330 von Winand von Waldeck erschlagen. Wennemar von Hüchelhoven war 1348 Schultheiß der Äbtissin von St. Ursula. Weiter erschienen 1359 die Brüder Wilhelm und Henrich von Hüchelhoven, von 1376 bis 1412 Anton von Hüchelhoven und schließlich der Knappe Paul von Hüchelhoven im Jahre 1454. Gottschalk von Hüchelhoven war 1499 Dekan in Nideggen.Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Rheinland, AA 0335 / Jülich, Stift, Urkunden AA 0335, Nr. 94, abgerufen am 20. Juli 2026.
Genealogie Folgende Stammliste ist überliefert:
Anton Fahne gibt außerdem folgende Genealogien an:
I.:
II.:
III.: Zu dieser Linie zählt außerdem Druitgin von Hüchelhoven, die zunächst Rutger von Eller heiratete; im Jahre 1385 ehelichte sie Johann Herr von Kempenich.Herbert M. Schleicher (Bearb.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitäts-Bibliothek zu Köln: Band 5 (Mappe 357–422, Efferen–Virneburg) (= Veröffentlichungen der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde e. V., Nr. 67), Köln 1994, S. 152.
Wappen rechts|80px|Wappen derer von Hüchelhoven bei Anton Fahne Blasonierung: In Silber ein roter Querbalken. Auf dem Helm ein silberner Brackenkopf mit einem roten Halsband.
Literatur Herbert M. Schleicher (Bearb.): Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitäts-Bibliothek zu Köln: Band 1 (Mappe 1–85; Achatius–Besendriesch) (= Veröffentlichungen der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde e. V., Nr. 58), Köln 1992, S. 216 f. Band 9 (Mappe 666–764, Hüchelhoven–Louvenberg) (= Veröffentlichungen der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde e. V., Nr. 77), Köln 1995, S. 9–11. Anton Fahne: Geschichte der kölnischen, jülichschen und bergischen Geschlechter in Stammtafeln, Wappen, Siegeln und Urkunden, Band 1, Heberle, Köln und Bonn 1848, S. 178 f. (hhu.de). Josef Schmitz: Rittersitze, Stiftshöfe und Klostergüter am Gillbach (= Beiträge zur Geschichte der Gemeinde Rommerskirchen Band V), Rommerskirchen 2008, S. 166–169.
Einzelnachweise
Kategorie:Rheinländisches Adelsgeschlecht