Die Gruppo Sigma () war eine kurzlebige Gruppe junger griechischer Künstler, die 1958 in Italien gegründet wurde. Sie ist ein typisches Beispiel für die griechische künstlerische Avantgarde, die sich in der Nachkriegszeit außerhalb Griechenlands entwickelte, und der erste Versuch griechischer Künstler mit Auslandsstudien, gemeinsame Ausstellungsprojekte zu präsentieren.
Geschichte Die Gruppo Sigma wurde 1958 in Rom von den griechischen Malern Vlassis Caniaris, Yannis Gaïtis, Mimis Kontos, Nikos Kessanlis und Costas Tsoclis gegründet. Die Mitglieder der Gruppe waren junge und avantgardistische Künstler, die im Ausland lebten – alle in Rom, mit Ausnahme von Gaïtis, der in Paris lebte, – und mit den zeitgenössischen Kunstbewegungen ihrer Epoche vertraut waren.
Ziele der Bewegung waren die Förderung der griechischen Präsenz und Identität in internationalen Kunstkreisen sowie die gegenseitige künstlerische und Ausstellungsunterstützung unter den Mitgliedern. Als Gruppe bestand sie nur von kurzer Dauer und realisierte lediglich zwei Ausstellungen, 1959 in Neapel und Bologna; dennoch gelang es ihr, Spuren zu hinterlassen und positive Stimmen in Griechenland und Italien zu gewinnen. Sie war der erste Versuch griechischer Künstler, die im Ausland studiert hatten, gemeinsame Ausstellungsprojekte zu realisieren.
Literatur
Einzelnachweise
Kategorie:Kunst (Griechenland) Kategorie:Kunst (Italien) Kategorie:Griechisch-italienische Beziehungen