Heia Safari ist ein deutsches Marsch- und Wanderlied, dessen Text von Hans Anton Aschenborn stammt und das 1921 von Robert Götz vertont wurde. Das Lied entstand im Umfeld der Erinnerung an die deutsche Kolonialzeit in Deutsch-Ostafrika und wurde im 20. Jahrhundert in verschiedenen deutschen Liederbüchern und von Chören verbreitet. Aufgrund seiner thematischen Bezüge zu deutschen Kolonialerfahrungen und der Darstellung Afrikas im zeitgenössischen deutschen Liedgut wird das Lied heute auch im historischen Kontext der deutschen Kolonialgeschichte betrachtet.

Geschichte Das Lied entstand ursprünglich als Gedicht von Hans Anton Aschenborn während des Ersten Weltkriegs. Die Vertonung erfolgte 1921 durch den deutschen Komponisten Robert Götz. Das Lied wurde in der Zwischenkriegszeit und im weiteren Verlauf des 20. Jahrhunderts in verschiedenen deutschen Liederbüchern verbreitet. Aufgrund seines thematischen Bezugs zur deutschen Kolonialgeschichte, insbesondere zu Deutsch-Ostafrika, wurde "Heia Safari" häufig im Zusammenhang mit kolonial geprägtem Liedgut betrachtet. Das Lied blieb vor allem durch seine Aufnahme in Wander-, Chor- und Soldatenlieder-Sammlungen bekannt.

Liedtext 1. Wie oft sind wir geschritten auf schmalem Negerpfad, wohl durch der Wüste Mitten, Wenn früh der Morgen naht. Wie lauschten wir dem Klange, dem altvertrauten Sange der Träger und Askari: |: Heia, heia, Safari. :|

2. Steil über Berg und Klüfte, durch tiefe Urwaldnacht, wo schwül und feucht die Lüfte und nie die Sonne lacht. Durch Steppengräserwogen sind wir hindurchgezogen mit Trägern und Askari: |: Heia, heia, Safari. :|

3. Und saßen wir am Feuer des Nachts wohl vor dem Zelt, lag wie in stiller Feier um uns die nächt’ge Welt. Und über dunkle Hänge tönt es wie ferne Klänge von Trägern und Askari: |: Heia, heia, Safari. :|

4. Tret ich die letzte Reise, die große Fahrt einst an, auf, singt mir diese Weise statt Trauerliedern dann. Dass meinem Jägerohre, dort vor dem Himmelstore, es klingt wie ein Halali: |: Heia, heia, Safari. :|

Verbreitung und Rezeption Nach seiner Vertonung durch Robert Götz wurde „Heia Safari“ in verschiedenen Liederbüchern veröffentlicht und blieb Bestandteil der deutschen Wander- und Chorliedtradition. Das Lied fand insbesondere im Umfeld der Wander- und Chorkultur sowie in Sammlungen von Volks- und Fahrtenliedern Verbreitung. Aufgrund seines thematischen Bezugs zu Deutsch-Ostafrika und der deutschen Kolonialgeschichte wurde das Lied im 20. Jahrhundert auch im Zusammenhang mit kolonial geprägtem Liedgut rezipiert. Nach dem Ende der deutschen Kolonialherrschaft blieb es durch verschiedene Veröffentlichungen und Aufführungen bekannt. In der Gegenwart wird „Heia Safari“ vor allem als historisches Beispiel für Lieder aus der Zeit der deutschen Kolonialerinnerung betrachtet. Die Darstellung Afrikas und kolonialer Erfahrungen im Lied wird dabei im historischen Kontext eingeordnet.

Einzelnachweise

Kategorie:Lied 1921