mini|St. Ägidius in Altpenig mini|Südostansicht Die katholische Filialkirche St. Ägidius ist eine romanische Saalkirche im Ortsteil Altpenig von Penig im Landkreis Mittelsachsen in Sachsen. Sie gehört zur Pfarrei Heilige Edith Stein im Dekanat Chemnitz im Bistum Dresden-Meißen und kann in der Regel nicht besichtigt werden.Information auf architektur-blicklicht.de
Geschichte und Architektur Die Kirche war einst die Pfarrkirche von Altpenig. Die reizvolle romanische Saalkirche geht im Wesentlichen auf ein Bauwerk der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts zurück, das in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts einen neuen Chorschluss erhielt. Eine Restaurierung erfolgte in den Jahren 1978–1992. Das Bauwerk ist ein verputzter Bruchsteinbau mit polygonal geschlossener Apsis. Das romanische Hauptportal und die (heute vermauerte) Priesterpforte am Chor sind in den Formen der Stiftskirche in Wechselburg gestaltet; beachtenswert sind die ursprünglichen Beschläge des Portals. An der Chornord- und -südseite sind kleine rundbogige Schlitzfenster, am Saal einfache Maßwerkfenster erhalten. Ein barocker Dachreiter akzentuiert das Bauwerk.
Im Innern schließt eine flache Holzbalkendecke den Raum ab. Der frühere Triumphbogen zum Chor wurde später abgebrochen, der runde Apsisbogen ist erhalten. In der Apsis ist ein Rippengewölbe auf figürlichen Konsolen eingezogen; im Schlussstein ist das Lamm Gottes dargestellt. An drei Seiten sind einfache Emporen eingebaut, die Empore an der Westseite ist zweigeschossig ausgebildet.
Ausstattung Der große spätgotische, oktogonale Taufstein aus Porphyr mit ausladendem Becken ist ein Werk aus der Zeit um 1500. Ein künstlerisch wertvolles spätgotisches, lebensgroßes Kruzifix (angeblich aus Wilsdruff, Landkreis Meißen) stammt aus der Zeit um 1520. Zwei spätgotische Schnitzfiguren der Heiligen Johannes und Stephanus aus der Zeit um 1500 sind Leihgaben aus dem Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg. Eine barocke Schnitzfigur des Heiligen Ägidius auf einer figürlichen Porphyrkonsole ist ein Werk des 18. Jahrhunderts. An der Chornordseite ist eine spitzbogige Sakramentsnische rekonstruiert, die anstelle einer spätgotischen Nische geschaffen wurde. Die Orgel ist ein Werk von Jehmlich von 1904, das im Jahr 1960 aus Markersdorf umgesetzt und klanglich durch Schmeisser verändert wurde.
Literatur
Weblinks
Website der Pfarrei Heilige Edith Stein
Einzelnachweise
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