mini|Urmesstischblatt 3542 Groß Kreutz (1839); die vermutete Lage von Wida befand sich zwischen Jeseriger und Götzer See Wida war eine mittelalterliche Siedlung nordöstlich von Jeserig.Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 464) Die wüste Feldmark liegt im Landkreis Potsdam-Mittelmark in Brandenburg.
Lage Die Lage der wüsten Feldmark wird durch den Flurnamen Altes Dorf zwischen dem Jeseriger und dem Götzer See angezeigt. Diese Lokalisierung wird unter anderem durch die späteren Nutzung der Hufen durch Jeserig gestützt und in der Forschung vertreten; abweichend davon vermutete Joachim Herrmann hier die alte Ortslage von Götz.
Geschichte 1193 wurde der Ort erstmals als uille Wida erwähnt. Eine weitere Nennung erfolgte 1295 als ville Wida. 1460 erscheint die Bezeichnung widagesche huue. Der Name gilt als übertragen; von welchem Ort oder Personennamen die Übertragung ausging, ist jedoch unbekannt.Reinhard E. Fischer: Die Ortsnamen der Länder Brandenburg und Berlin, Band 13 der Brandenburgischen Historischen Studien im Auftrag der Brandenburgischen Historischen Kommission, be.bra wissenschaft verlag, Berlin-Brandenburg 2005, S. 181, ISBN 3-937233-17-2.
1193 und 1295 wird Wida als Dorf (villa) bezeichnet. Nach 1295 wird die Siedlung nicht mehr erwähnt und dürfte vor 1375 wüst gefallen sein; im Landbuch von 1375 erscheint sie bereits nicht mehr. Die Feldmark gehörte zum Gut Jeserig. 1460 erhielt Bensdorf als Besitzer von Jeserig 31 wüste Hufen zu Wida zu Lehen. Jede dieser Hufen gab jährlich drei Scheffel Hafer und 3 Scheffel Roggen. Der Schulze besaß zwei freie Hufen, die Bauern eine freie Hufe und das Gotteshaus eine weitere freie Hufe. Im selben Jahr hatte das Gotteshaus zu Jeserig eine Hufe in Wida abgabenfrei inne. 1478 waren drei Höfe in Jeserig mit jeweils vier wüsten Hufen zu Wida ausgestattet. 1624 waren die Hufen von Wida bereits in den Hufen von Jeserig enthalten. Die Feldmark ging später vollständig in der Gemarkung von Jeserig auf. Eine Wiederbesiedlung als eigenständiger Ort ist nicht überliefert.
Literatur Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 464)
Einzelnachweise
Kategorie:Wüstung im Landkreis Potsdam-Mittelmark Kategorie:Ersterwähnung 1193 Kategorie:Groß Kreutz (Havel)