mini|hochkant|Trinitatiskirche in Reichenbach/Vogtl. mini|hochkant|Eule-Orgel Die evangelische Trinitatiskirche ist eine im Kern frühbarocke, neubarock umgestaltete Saalkirche in Reichenbach im Vogtlandkreis in Sachsen. Sie gehört zur evangelischen Kirchengemeinde Reichenbach im Brückenkirchspiel Vogtland der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens.

Geschichte und Architektur Die auf dem alten Friedhof außerhalb der Stadt gelegene Saalkirche wurde 1621 von Nicolaus Heß aus Oelsnitz erbaut. Sie wurde mehrfach durch Brände zerstört und wieder aufgebaut, zuletzt im Jahr 1777. Eine neue Sakristei wurde im Jahr 1896 durch Vereinigung zweier im Osten angebauter Kapellen nach einem Entwurf von Julius Lindner aus Reichenbach geschaffen. Die Gestaltung der Turmfassade und eine Innenerneuerung erfolgten ebenfalls nach Plänen von Julius Lindner, ausgeführt durch Baumeister Paul und Zimmermeister Junghans. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Bauwerk beschädigt; Restaurierungen erfolgten in den Jahren 1963–1965 (außen) und 1983 (innen).

Das Bauwerk ist ein Putzbau mit dreiseitigem Ostschluss und westlichem Giebelreiter mit barocker Haube. Seitlich sind Treppenhäuser mit quadratischen Turmaufsätzen angeordnet. Über der Sakristeitür sind kleine barocke Epitaphien aus Marmor für Gottfried Schubart und Georg Dasdorff mit Vanitassymbolen angebracht. Im Schlussstein aus Marmor ist ein barockes Emblem der Vergänglichkeit angeordnet.

Der Saal ist mit flacher Stuckdecke geschlossen und durch die neubarocke Umgestaltung geprägt. An drei Seiten sind Emporen aus dem 18. Jahrhundert eingebaut, die an der Nord- und der Südseite zweigeschossig ausgebildet sind. Der Kartuschenschmuck an den Brüstungen stammt aus den Jahren 1897/98. Im Chor sind ornamentale Wandmalereien des Historismus erhalten, die im Jahr 1983 wiederhergestellt wurden.

Ausstattung Über dem Altar ist eine Holzkanzel angebracht, die aus dem Jahr 1898 stammt; sie zeigt am Korb eine Reliefdarstellung der Einkehr Christi bei Martha und Maria. Das Holzkruzifix im Chor stammt vermutlich aus dem letzten Drittel des 18. Jahrhunderts.

Die heutige Orgel ist ein Werk von Eule Orgelbau aus dem Jahr 1953 im Prospekt einer Orgel von Johann Gottlob Trampeli aus dem Jahr 1782 mit 23 Registern auf zwei Manualen und Pedal.

An der äußeren Chorwand ist eine schlichte Marmorgrabplatte aus der Zeit um das Jahr 1699 angebracht.

Literatur

Weblinks

Website der Kirchengemeinde

Einzelnachweise

Kategorie:Kirchengebäude im Vogtlandkreis Trinitatiskirche Trinitatiskirche Kategorie:Dreifaltigkeitskirche Kategorie:Kirche in der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens Kategorie:Saalkirche in Sachsen Kategorie:Barocke Kirche Kategorie:Barockbauwerk in Sachsen Kategorie:Historistisch überarbeitetes Bauwerk Kategorie:Kirchengebäude in Europa