mini|Giovannni Castellucci (2018) Giovanni Castellucci (* 23. Juli 1959 in Senigallia) ist ein ehemaliger italienischer Geschäftsmann und war bis September 2019 Geschäftsführer der Autostrade per l’Italia und deren Mutterkonzern Atlantia.

Im Jahr 2025 wurde er der Mitschuld an dem Busunglück bei Monteforte Irpino mit 40 Toten, schuldig gesprochen und zu einer sechsjährigen Gefängnisstrafe verurteilt.

Im Sommer 2026 wurde Castellucci wegen des Einsturzes des Polcevera-Viadukt aufgrund von Wartungsmängeln mit 43 Toten zusammen mit weiteren 32 der 57 Angeklagten schuldig gesprochen und zu einer weiteren zwölfjährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Er habe laut Staatsanwaltschaft bereits 2009 von den Mängeln, die zum Einsturz führten, gewusst. Er trat 2019 nach massiven öffentlichem Druck gegen eine Abfindung von 13 Millionen Euro zurück. Im Gerichtsprozess führte er an, dass er sich „verantwortlich, aber nicht schuldig“ fühle. In der Anklageschrift war ihm vorgeworfen worden, die Autostrade per l’Italia wie ein „Königreich“ geführt und Profit über eine sichere Infrastruktur gestellt zu haben.Christoph Sator: Zwölf Jahre Haft für Manager. In Mitteldeutsche Zeitung vom 17. Juli 2026, S. 24.

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