Luciano Garbati (* 1973 in Buenos Aires) ist ein argentinischer Bildhauer.

Leben Luciano Garbati besuchte die Nationale Schule der Künste (Escuela Nacional de Bellas Artes) in Buenos Aires. 2001 begann er seinen Master an der Academy of Fine Arts in Rom, wo er im Zuge eines Stipendiums studierte.

Medusa-Skulptur Die Medusa-Skulptur wurde 2008 aus Harz von Luciano Garbati kreiert. Sie befindet sich heute in seinem Privatstudio in Buenos Aires befindet. 2018 erschuf er eine Replika des Originals aus Bronze als Kunststück für den öffentlichen Raum. Die Skulptur wurde 2020 im Collect Pond Park in New York City aufgestellt.

Beschreibung Als Inspiration diente die Bronzeskulptur „Perseus“ (1545–54) des florentinischen Renaissance-Künstlers Benvenuto Cellini, welche sich in Florenz auf der Piazza della Signoria befindet. In der Originalversion der Geschichte von Perseus und Medusa, schlägt dieser den Kopf der Medusa, während sie schläft ab. Garbati beleuchtet die Geschichte aus einer anderen Perspektive und stellt Medusa mit dem abgetrennten Haupt des Perseus dar.

#MeToo Auch wenn die eigentliche Intention des Künstlers nicht die Erschaffung eines feministischen Kunstwerk war, wurde dieses später zu einem Symbol der #MeToo-Bewegung. Garbatis Medusa-Skulptur erlangte zehn Jahre nach der Entstehung durch das Aufkommen der #MeToo-Bewegung besondere Aufmerksamkeit von den Medien. Allgemein wird die Figur der Medusa als Symbol für Überlebende sexuellen Missbrauchs angesehen.

Die New Yorker Fotografin Bek Anderson arbeitete mit Luciano Garbati zusammen, um eine Medusa-Replik vor dem New York County Criminal Court Gebäude aufstellen zu können. 2020 wurde die neue Medusa aus Bronze im Collect Pond Park schließlich enthüllt. In dem Gerichtsgebäude finden vor allem Missbrauchsverfahren statt, darunter auch der Prozess gegen Harvey Weinstein, der ebenfalls 2020 anfing.

Neben der positiven Rückmeldung zu der Skulptur selbst, gab es auch zahlreiche Kritikerstimmen, die kurz nach der Enthüllung der Skulptur in den Sozialen Medien zu einer Debatte entbrannte. Insbesondere kontrovers diskutiert wurde die Frage, ob eine von einem Mann geschaffene Skulptur im Mittelpunkt der #MeToo-Bewegung stehen sollte. Ein weiteres Argument war, dass Garbatis Medusa als weiß und weiblich abgebildet wurde, welche mit diesen Merkmalen nicht die Realität von diversen Betroffenen sexueller Gewalt repräsentiert.

Auch die Gründerin von #MeToo selbst, Tarana Burke, reagierte mit Kritik. Sie selber sagt, im Fokus der Bewegung sollte die Verarbeitung des Traumas stehen und nicht Rache oder Gewalt, welche der Aufstellungsort sowie die künstlerische Ausführung der Skulptur suggerieren.

Referenzen

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