Lotta Schwerk (geboren 1998 in Berlin) ist eine deutsche Filmregisseurin, Drehbuchautorin und Filmproduzentin. Für ihr Langfilmdebüt Ninja Motherf*cking Destruction erhielt sie 2025 beim Achtung Berlin Filmfestival den New Berlin Film Award für die beste Regie.

Leben und Werk Schwerk begann im Alter von 14 Jahren, Kurzfilme zu drehen. Ihre frühen Arbeiten behandeln insbesondere Jugend, Freundschaft, Einsamkeit und das Erwachsenwerden.

Gemeinsam mit dem Kameramann Fion Mutert realisierte sie mehrere unabhängig produzierte Kurzfilme. Ihr Kurzfilm Okay. wurde 2015 beim Bundes-Schülerfilm-Preis mit einem Sonderpreis ausgezeichnet. Der Film Wohin war 2016 für den Deutschen Jugendfilmpreis nominiert. Der 2017 entstandene Kurzfilm Was wir wissen, bei dem Schwerk Regie führte und das Drehbuch schrieb, lief auf verschiedenen Jugend- und Kurzfilmfestivals. Beim Achtung Berlin Filmfestival wurde er als „Mutigster Kurzfilm“ und beim KUKI-Festival mit einem Sonderpreis der Deutschen Film- und Medienbewertung ausgezeichnet.

Seit 2018 ist Schwerk auch als Kuratorin und Moderatorin für Filmfestivals tätig, darunter für das österreichische Jugendfilmfestival sowie das Berliner Filmfestival Interfilm.

Von 2017 bis 2024 realisierte Schwerk aus eigenen Mitteln und ohne institutionelle Förderung durch Filmschulen oder Filmförderungen ihr Spielfilmdebüt Ninja Motherf*cking Destruction. Sie übernahm Regie, Drehbuch und Produktion. In dieser filmischen Langzeitbeobachtung begleitet sie ihre Figuren vom späten Jugendalter bis ins Erwachsenenleben und thematisiert Freundschaft, queere Identität, psychische Erkrankung und Selbstfindung.

Der Film wurde am 21. Januar 2025 beim Filmfestival Max Ophüls Preis uraufgeführt. Beim Achtung Berlin Filmfestival wurde Schwerk im April 2025 mit dem New Berlin Film Award für die beste Regie ausgezeichnet. Die Jury würdigte die über acht Jahre verfolgte persönliche Vision sowie den sensiblen Umgang des Films mit Depression und Selbstverletzung. Die Hauptdarstellerin Emma Suthe erhielt einen Schauspielpreis des Festivals. Der deutsche Kinostart erfolgte am 16. Juli 2026 im Verleih von Salzgeber.

Filmografie Regie und Drehbuch

2014: Okay. (Kurzfilm) 2015: Wohin (Kurzfilm) 2017: Was wir wissen (Kurzfilm) 2018: Ninja Motherfucking Destruction (Kurzfilm) 2021: Bad Romance 2025: Ninja Motherf*cking Destruction

Auszeichnungen

2015: Sonderpreis beim Bundes-Schülerfilm-Preis für Okay. 2016: Nominierung für den Deutschen Jugendfilmpreis für Wohin 2025: New Berlin Film Award für die beste Regie für Ninja Motherf*cking Destruction

Weblinks

Persönliche Website

Einzelnachweise

Kategorie:Filmregisseur Kategorie:Drehbuchautor Kategorie:Filmproduzent Kategorie:Person (Film, Berlin) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1998 Kategorie:Frau