Ingrid Fausak (* um 1935; † nach 1987) war eine deutsche Fernsehregisseurin.
Leben und Wirken
Ingrid Fausak war ab 1963 für den Deutschen Fernsehfunk als Bildregisseurin bei verschiedenen Unterhaltungssendungen und Theaterinszenierungsaufzeichnungen tätig.Thomas Beutelschmidt, Henning Wrage, Das Buch zum Film – der Film zum Buch, Leipzig 2004, S. 67, und öfter, mit Erwähnungen von mehreren Literaturverfilmungen mit ihr Am bekanntesten war die beliebte Sendereihe Willi Schwabes Rumpelkammer, bei der sie vorher die alten Filme mit heraussuchen konnte.Theater der Zeit, 1964 (Nr. ?), S. 32 (kurzer Auszug), Willi Schwabe schrieb, dass sie ihm bei der Suche nach den Filmen helfe; siehe auch TV-Programme (Shout) 1966 endeten diese Tätigkeiten vorläufig. 1968/1969 wirkte sie in zwei mehrteiligen Fernsehproduktionen als Regieassistentin mit.
Ab 1977 war Ingrid Fausak wieder als Regisseurin in einigen Fernsehaufzeichnungen tätig. Von 1987 sind ihre letzten Tätigkeiten bekannt.
Filmografie Regie (meist Bildregie)
1962 Kleiner Mann mit großem Herz. Ein Tausch zum 60. Geburtstag von Heinz Rühmenn (mit Willi Schwabe) 1963 Wie war denn das? Fernsehpreisrätsel (mit Willi Schwabe, mehrere Sendungen) 1963–1965 Hand aufs Herz. Heitere Schulstunde für Sie und Ihn (mindestens zwei Folgen) 1963 Rendezvous am Wochenend (Sendereihe, mindestens eine Folge)Samstag, 21. Dezember 1963 TV Programm, DFF 1963–1966 Willi Schwabes Rumpelkammer (über 35 Folgen) 1965 Ein Leben für den Film. Eine Sendung zum 75. Geburtstag von Henny Porten 1966 Die Ermittlung. Oratorium in 11 Gesängen 1976 Richard III. 1979 Der Menschenhasser 1980 Die Sache mit Maria (Wir stellen vor)Die Sache mit Maria Fernsehen der DDR (Memento) ; auch Achim Klünder (Bearb.), Lexikon der Fernsehspiele 1978–1987, Teil III, München 1991, S. 252; mit diesem einen Film 1982 Schwanengesang 1982 Jegor Bulytschow und die anderen 1987 Erlebtes Leben (TV-Reportage über den Schauspieler Wolf Kaiser)Klaus Behling, Plötzlich und unerwartet... Selbstmorde nach Wende und Einheit, Berlin 2015, S. 71; erwähnte diese Reportage über den Schauspieler Wolf Kaiser 1987 Lesung Christa Wolf StörfallSabine Wolf (Hrsg.), Man steht sehr bequem zwischen allen Fronten. Christa Wolf. Briefe 1952–2011, Suhrkamp, Frankfurt/M. 2016, S. 266, mit Anm. 5; Christa Wolf schrieb über die Lesung und beschwerte sich, dass die Regie diese in mehrere Teile mit unterschiedlichen Kameraeinstellungen zerteilt habe, ohne ihr vorher Bescheid zu sagen; vgl. Beutelschmidt, 2004, S. 67 Anm. 147, mit dem Sendedatum 20. September 1987; das Buch war wegen der kritischen Thematik nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl in der DDR prekär
Regieassistenz
1968 Die Geduld der Kühnen. Zeit ist Glück (zwei Teile) 1969 Meine besten Freunde. Meister Falk (drei Teile)
Auszeichnung 1985 Heinrich-Greif-Preis, für Willi Schwabes Rumpelkammer, mit weiteren Beteiligten
Literatur
Achim Klünder: Lexikon der Fernsehspiele 1978–1987. Teil I. De Gruyter, Berlin/Boston 2011. S. 519, und öfter
Weblinks
Ingrid Fausak Filmportal Ingrid Fausak Fernsehserien
Einzelnachweise
Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren im 20. Jahrhundert Kategorie:Gestorben im 20. oder 21. Jahrhundert Kategorie:Frau Kategorie:Fernsehregisseur