mini|Kirche Mutzschen mini|Grundriss 1897 ohne Trennwand zum spätgotischen Chorraum Die evangelische Stadtkirche Mutzschen ist eine im Kern romanische, spätgotisch und historistisch umgebaute Saalkirche im Ortsteil Mutzschen von Grimma im Landkreis Leipzig in Sachsen. Sie gehört zum Kirchspiel Mudenthal in der Region Grimma der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens.

Geschichte und Architektur Die ursprünglich romanische Chorturmkirche (seit um 1490 die Kirche des Klosters Mutzschen der Marienknechte) wurde im Jahr 1495 mit querschiffartigen Kapellen versehen, der angefügte Chor stammt wohl aus derselben Zeit. Nach einem Stadtbrand im Jahr 1681 wurde die Kirche wiederaufgebaut. Restaurierungen wurden in den Jahren 1834, 1862 und 1899 durchgeführt; die letztere durch Julius Zeißig. Der Chor stürzte im Jahr 1938 wegen Einsturzes eines unterirdischen Ganges teilweise ein und wurde 1950 wieder instandgesetzt und 1958 vom Saal abgetrennt; weitere Instandsetzungen erfolgten in den Jahren 1967/68 und zuletzt 2001.Information auf der Website der Kirchengemeinde Durch die Abtrennung befindet sich heute der Altar wieder im Altarraum des romanischen Chorturms.

Das Bauwerk ist ein langgestreckter, verputzter Bruchsteinbau mit eingezogenem Chorturm. Die spätgotische Chorerweiterung ist mit Strebepfeilern und einem geringfügig aus der Achse gerückten Dreiachtelschluss versehen. Das Westportal ist mit kräftig profiliertem Gewände versehen, am Südportal ist das Starschedelsche Wappen angebracht.

Im Inneren ist das Bauwerk flachgedeckt, der Chor wurde angeblich bis 1725 eingewölbt; die Kapellen sind mit Spitztonnen geschlossen. Emporen sind an drei Seiten eingebaut.

Ausstattung Ein kleines Triptychon zeigt Darstellungen der Geburt, der Verklärung und der Geißelung Christi; die Wandlung zeigt eine Darstellung der Apostelgeschichte, im Jahr 1962 von Carl Crodel aus München geschaffen. Ein Holzkruzifix aus der Taufkapelle stammt aus den Jahren 1660–1670 und wird Johann Heinrich Böhme dem Älteren zugeschrieben.

Die Orgel ist ein Werk von Schmeisser aus dem Jahr 1899 mit 21 Registern auf zwei Manualen und Pedal. Im Jahr 2006 wurde eine Reparatur von Gerhard Christian Bochmann durchgeführt.Information auf der Orgeldatenbank Orkasa

Literatur

Weblinks

Website der Kirchengemeinde

Einzelnachweise

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