Andreas Ostermeier (* 1. Februar 1903; † 22. Juni 1966 in Dorfen) war ein Arbeiter und Ortsgruppenvorsteher der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD), der wegen seiner politischen Einstellung getötet wurde.
Leben Andreas Ostermeier arbeitete erst in der Landwirtschaft und anschließend bei der Ziegelei Meindl in Dorfen. Dort verlor er bei einem Arbeitsunfall 1921 den rechten Unterarm. Daraufhin arbeitete er als Händler und Hausierer. Er wurde früh Mitglied der KPD und deren Ortsgruppenvorsteher in Dorfen.
Am 11. März 1933 fanden in Dorfen Hausdurchsuchungen durch die Nationalsozialisten statt. Ostermeier wurde in „Schutzhaft“ genommen. Nach fünf Wochen im Dorfener Gefängnis wurde er unter Auflagen am 28. April 1933 entlassen. Er und seine Lebensgefährtin Maria Ostermeier (geb. Auer) standen fortan unter ständiger Überwachung, ihre Post wurde beschlagnahmt und regelmäßig wurden Berichte über sie an die NSDAP-Kreisleitung Erding weitergereicht.
1937 verzeichnet Dorfens Bürgermeister und NSDAP-Ortsgruppenleiter Georg Erhard ihn in einer Liste von „offenkundigen Staatsfeinden“ an erster Stelle.
Nach dem Zweiten Weltkrieg unterstütze er einen politischen Ausschuss des Marktgemeinderats der Spruchkammer Erding in ihrem Bemühen um Aufklärung und Entnazifizierung. Dazu liegen Dokumente über den Lehrer Johann Poschner und den Schriftsteller Josef Martin Bauer vor.
Tod Am 22. Juni 1966 wurde Ostermeier im Gasthaus Platschka (heute Lebzelter) durch den 70-jährigen Matthias Kreitmayer als „Kommunistenschwein“ und „Verräter“ beschimpft. Als Ostermeier daraufhin das Gasthaus verlassen wollte, stach ihm Kreitmayer mit einem Küchenmesser in Bauch, Rücken und Oberschenkel und verletze ihn tödlich. Sein gewaltsamer Tod wird von nicht staatlicher Seite als rechtsextremes Tötungsdelikt angesehen.
Einzelnachweise
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