Lorenz Widauer (* 21. November 1998 in Salzburg) ist ein österreichischer Jazzmusiker (Trompete, Komposition).
Leben und Wirken Widauer, der in Salzburg als Sohn einer Gitarristin aufwuchs, erhielt zunächst klassischen Klavierunterricht und wechselte dann zur Trompete. Er konzertierte bereits früh als Solist im Großen Festspielhaus Salzburg, wo er Mozarts C-Dur-Klavierkonzert KV 415, George Gershwins „Rhapsody in Blue“ und Haydns Trompetenkonzert mit der Philharmonie aufführte. Auch spielte er in der Lungau Big Band. Nach der Matura am Musikgymnasium Salzburg 2017 und einer Vorbereitung am Tiroler Landeskonservatorium in Innsbruck studierte er ab 2018 an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bzw. ab 2019 an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien Jazztrompete bei Lars Seniuk. 2024/25 war er am Jazzcampus Basel Teil der international zusammengesetzten Focusyear-Band unter der Leitung von Wolfgang Muthspiel.
Mit dem Saxophonisten Michael Marginter leitete Widauer das Quartett No Harm Done. Dann tourte Widauer mit seinem eigenen, bereits seit Schulzeiten bestehenden Projekt Chez Fría durch Österreich. Als Solotrompeter der Jedermann-Aufführungen der Salzburger Festspiele lernte er Philipp Schiepek kennen, mit dem er ein Quartett bildete, dessen Album gute Kritiken erhielt. Außerdem gehörte er zu Christian Muthspiels Orjazztra Vienna und zu Yvonne Moriels sweetlife::quartet, mit denen er auch international auftrat und Alben einspielte. Er ist auch auf Alben von Mashed Peas und Niclouds zu hören.
Preise und Auszeichnungen Widauer erhielt 2020 den Hubert von Goisern Kulturpreis (mit Chez Fría). 2023 gewann er mit dem Pianisten Alan Bartuš den Artedea-Wettbewerb in Klagenfurt. 2024 erhielt er beim Österreichischen Jazzpreis den dritten Platz in der Kategorie „Best Newcomer“.
Diskographische Hinweise 2025 – Avin Ahmadi / Lorenz Widauer: Until We Meet Again (Hideout Records, mit Albin Ormegard, Kristian Lind und Valentin Duit sowie Mona Matbou Riahi) 2025 – Chez Fría: Die Kunst dem Fuge 2026 – Philipp Schiepek & Lorenz Widauer: Bangers & Ballads (Wooden Waggon Records, mit Michael Acker, Matheus Jardim)
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Einzelnachweise
Kategorie:Jazz-Trompeter Kategorie:Komponist (Jazz) Kategorie:Musiker (Österreich) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1998 Kategorie:Mann