Eugen Hermann Werner Kuhne (* 5. September 1893 in Cottbus; † 7. April 1988 in HannoverStadtarchiv Hannover, Sterberegister Standesamt Hannover Nr. 2318/1988 (arcinsys.niedersachsen.de)) war ein deutscher Verwaltungsjurist und Ministerialbeamter.

Leben und Wirken Kühne leistete von 1914 bis 1919 Kriegsdienst. 1919 wurde er Mitglied der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP).Die Protokolle des Preußischen Staatsministeriums 1817–1934/38. Band 12: 4. April 1925 bis 10. Mai 1938. Teil 2, Olms-Weidmann, Hildesheim/Zürich/New York 2004, ISBN 3-487-12704-0, S. 623. Er studierte Rechtswissenschaften an den Universitäten Göttingen und Halle, wo er 1921 promovierte. 1921 wurde er Regierungsassessor.Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who's who, , 17. Ausgabe, Societäts-Verlag, Frankfurt 1973, S. 605. Ab 1925 war Kuhne beim Regierungspräsidenten in Merseburg beschäftigt, zuletzt als Regierungsrat. Von 1929 bis 1932 war er Mitglied der Deutschen Volkspartei (DVP). Ab dem 27. September 1932 leitete er kommissarisch das Landratsamt des Kreises Rothenburg (Ob. Laus.) und wurde am 13. Dezember 1932 Landrat des Kreises. Zum 1. Mai 1933 trat er der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 2.244.967)Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/24070228 und wurde am 1. Mai 1935 auch Mitglied der SA. Nach Ende seiner Amtszeit als Landrat 1937 wechselte er als Ministerialrat an das Reichsministerium des Innern. Ab 1938 fungierte er als Hauptgeschäftsführer der IHK Breslau und war (Stand: 1942) auch Mitglied des Beirats des Mitteleuropäischen Wirtschaftstages.Mitteleuropäischer Wirtschaftstag (Hrsg.): Organisation des Mitteleuropäischen Wirtschaftstages Berlin. Stand Frühjahr 1942. Berlin 1942, S. 3–12. Gedruckt in: Reinhard Opitz: Europastrategien des deutschen Kapitals. Köln 1977, S. 859 ff.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war Kuhne zeitweise Geschäftsführer der Vertretung der heimatvertriebenen Wirtschaft in Bonn (Stand: 1950).Taschenbuch des öffentlichen Lebens, , 1. Jahrgang (1950), S. 225. 1951 wurde er Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft und Verkehr und behielt diese Funktion bis 1958. Nach seinem Eintritt in den Ruhestand fungierte als Generalbevollmächtigter des Bankhauses Nicolai & Co. in Hannover.

Ehrungen 1916: Eisernes Kreuz 1. Klasse 1958: Großes Bundesverdienstkreuz (1963 mit Stern)

Schriften Die Höchstpreisüberschreitung im Privatrecht. Dissertation Universität Halle 1921. Aus der Kriegsarbeit der schlesischen Wirtschaftsorganisationen. In: Der Südosten, 19. Jahrgang (1940/41), S. 461–462.

Literatur Die Protokolle des Preußischen Staatsministeriums 1817–1934/38. Band 12: 4. April 1925 bis 10. Mai 1938. Teil 2, Olms-Weidmann, Hildesheim/Zürich/New York 2004, ISBN 3-487-12704-0, S. 623. Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who's who, , 17. Ausgabe, Societäts-Verlag, Frankfurt 1973, S. 605.

Einzelnachweise

Kategorie:Staatssekretär (Niedersachsen) Kategorie:Landrat (Provinz Niederschlesien) Kategorie:DNVP-Mitglied Kategorie:DVP-Mitglied Kategorie:NSDAP-Mitglied Kategorie:SA-Mitglied Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes mit Stern Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes I. Klasse Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1893 Kategorie:Gestorben 1988 Kategorie:Mann Kategorie:Ministerialrat (NS-Staat) Kategorie:Person (Wirtschaft im Deutschen Reich, 1933–1945) Kategorie:Verwaltungsjurist