mini|St Winwaloe’s Church, links im Vordergrund das Guildhouse mini|Das Guildhouse St Winwaloe’s Church ist ein Kirchengebäude der anglikanischen Church of England, das sich in Poundstock, einer kleinen Ortschaft südlich von Bude in Cornwall, befindet. Die Kirche ist seit 1961 als Kulturdenkmal der Kategorie Grade IHistoric England eingestuft. Das Guildhouse auf dem Kirchengelände wird durch die Denkmälerverwaltung als „Hervorragend erhaltenes mittelalterliches Zunfthaus“ eingeordnet.Historic England „Outstanding survival of a medieval guildhouse“
Geschichte Die Kirche St Winwaloe ist dem bretonischen Heiligen Guénolé in der lokalen Abschleifung als Winwaloe geweiht. Das südliche Querschiff als ältester Teil der heute zweischiffigen Kirche im spätgotischen Perpendicular-Stil stammt wahrscheinlich aus dem 13. Jahrhundert oder früher. Es war möglicherweise Teil einer älteren Kirche auf kreuzförmigem Grundriss. Das Langhaus, das nördliche Seitenschiff, der Chor und der Westturm mit Zinnenbekrönung wurden im späten 15. oder frühen 16. Jahrhundert errichtet. Die den Chorraum im Norden flenkierende Marienkapelle („Lady Chapel“) wurde wahrscheinlich etwas später als der Chor geschaffem, als die Arkaden errichtet wurden, die den Chor zur Kapelle öffnen.
Eine grundlegende Restaurierung des Gotteshauses erfolgte im Jahr 1896 durch G. H. Fellowes Prynne. Der Westturm und die Westwand des Nordschiffs bestehen aus Mauerwerk aus Werkstein-Quadern. Das Nordschiff, das Querhaus, die Vorhalle sowie der Chorraum sind aus Bruchstein mit Einfassungen aus Werkstein und Granit errichtet.St Winwaloe
Das gotische Guildhouse südlich der Kirche am Friedhof wurde im 15. Jahrhundert errichtet, eim Umbau erfolgte vermutlich Anfang des 16. Jahrhunderts. Eine Restaurierung fand 1919 unter E. H. Sedding statt. Das Mauerwerk besteht aus Bruchstein bis zur Höhe des Obergeschosses, darüber aus weiß getünchtem Lehm- oder Stampflehmmauerwerk mit einem Schieferdach mit Giebeln an der Nord- und Südseite sowie einem mittigen Backsteinschornstein. Ursprünglicher Grundriss als offene Halle mit zehn Jochen; Einbau von Kamin und Obergeschoss vermutlich Anfang des 16. Jahrhunderts. Der Zugang zum Obergeschoss vom Kirchhof an der Nordgiebelseite; zwei ebenerdige Zugänge an der Westseite über einen ummauerten Zugangsweg mit Steinabdeckung. Die Beleuchtung erfolgt durchgehend durch vierflügelige Holzfenster mit Pfosten („Mullions“), deren Form auf das frühe 16. Jahrhundert hindeutet, diese wurden größtenteils 1919 instand gesetzt.
In den Kirchenbüchern wird das Gebäude als „Parish Alms House“ (kirchliches Armenhaus), „Church House“ (Gemeindehaus) und „Poor House“ (Armenhaus) bezeichnet. Im Jahr 1811 wurde es von acht Bedürftigen bewohnt. 1858 diente das Obergeschoss als Schulraum, während das Erdgeschoss als Raum für den Küster sowie als Stallung genutzt wurde. Seit dem Jahr 1961 ist das Haus als Kulturdenkmal der Kategorie Grade I eingestuft.Historic England
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