mini|Asma Mhalla (2024) Asma Mhalla (* 26. März 1984 in Tunis) ist eine französisch-tunesische Politikwissenschaftlerin, Publizistin und Hochschullehrerin. Sie beschäftigt sich mit den politischen und geopolitischen Auswirkungen digitaler Technologien und großer Technologiekonzerne auf Staat und Demokratie.
Leben und Wirken Mhalla ist promovierte Politikwissenschaftlerin und assoziierte Forscherin am Laboratoire d’anthropologie politique, einer gemeinsamen Forschungseinheit des Centre national de la recherche scientifique (CNRS) und der École des hautes études en sciences sociales (EHESS) in Paris. Sie lehrt an der Sciences Po Paris, an der École polytechnique sowie an den Columbia Global Centers.
Im Sommer 2023 produzierte und moderierte sie beim Radiosender France Inter die wöchentliche Sendereihe „CyberPouvoirs“, in der sie technologiepolitische Themen der Gegenwart einordnete.
Werk Im Februar 2024 veröffentlichte Mhalla im Verlag Éditions du Seuil ihr erstes Buch Technopolitique. Comment la technologie fait de nous des soldats (dt. etwa: „Technopolitik. Wie die Technologie uns zu Soldaten macht“). Darin beschreibt sie, wie Technologiekonzerne („Big Tech“) und Staaten („Big State“) nach ihrer These neue Formen der Macht ausbilden und demokratische Institutionen unter Druck setzen.
Im September 2025 erschien bei Seuil ihr zweites Buch, Cyberpunk. Le nouveau système totalitaire (dt. etwa: „Cyberpunk. Das neue totalitäre System“). Am Beispiel der politischen Allianz zwischen Donald Trump und Elon Musk beschreibt Mhalla darin eine aus ihrer Sicht hybride Machtstruktur aus Technologiekonzernen und Staat.
Für Cyberpunk erhielt Mhalla 2026 den mit 5000 Euro dotierten Prix de la Contre-Allée, der jährlich für ein gesellschaftswissenschaftliches Sachbuch vergeben wird.
Einzelnachweise
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