Sabelo Mlangeni (* 1980 in Driefontein, Mpumalanga) ist ein südafrikanischer Fotograf, der mit überwiegend schwarz-weißen Arbeiten zu Gemeinschaft, Alltag und Zugehörigkeit bekannt wurde. Seine Serien behandeln unter anderem queeres Leben in ländlichen Regionen Südafrikas, religiöse Gemeinschaften und urbane Erfahrung in Johannesburg. Im Jahr 2026 wurde er mit dem James Barnor Prize ausgezeichnet.

Leben Mlangeni wurde 1980 in Driefontein in der südafrikanischen Provinz Mpumalanga geboren und lebt in Johannesburg. Bevor er 2001 nach Johannesburg kam, hatte er in Wakkerstroom im Studio der Dorffotografin C. S. Mavuso mitgearbeitet, wo er Abzüge auslieferte und Zahlungen entgegennahm. Von 2001 bis 2004 studierte er Fotografie am Market Photo Workshop in Johannesburg.

Wirken Mlangeni arbeitet überwiegend in Schwarzweiß und entwickelt seine Bilder aus längeren Aufenthalten in den Gemeinschaften, die er fotografiert. Mit Country Girls (2003–2009) porträtierte er queeres Leben in Kleinstädten und ländlichen Räumen Mpumalangas, darunter Driefontein, Ermelo, Bethal, Piet Retief, Standerton und Secunda. Black Men in Dress umfasst Aufnahmen von Pride-Paraden in Johannesburg und Soweto. Seine Serie Big City, die 2002 begann, entstand aus der Erfahrung der Fremdheit in Johannesburg und richtet den Blick auf Architektur, Bauprozesse und städtischen Wandel. In Umlindelo wamaKholwa und Imvuselelo: The revival wandte er sich zionistischen Kirchen und afrikanisch-zionistischen Gemeinschaften zu; Imvuselelo: The revival wurde 2023/2024 am Cantor Arts Center der Stanford University gezeigt. In Isivumelwano beschäftigte er sich mit Hochzeiten, Verträgen, Allianzen und den sichtbaren wie verborgenen Ordnungen von Beziehungen. Für I Have Stopped Time. A Family Portrait arbeitete er mit queeren und ländlichen Gemeinschaften in der Demokratischen Republik Kongo und suchte nach fotografischen Formen für umoya, eine Bezeichnung für Geist oder inneres Wesen. Mlangeni war in New Photography 2025: Lines of Belonging im Museum of Modern Art in New York und in A World in Common bei C/O Berlin vertreten. In Deutschland wurden Arbeiten von ihm zudem 2024/2025 in Grow It, Show It! im Museum Folkwang gezeigt. Zu seinen Auszeichnungen gehören der Tollman Award for Visual Arts (2009), der POPCAP’16 Prize for Contemporary African Photography (2016), der Africa MediaWorks Photography Prize (2018) und der James Barnor Prize (2026). Seine Werke befinden sich in den Sammlungen des Museum of Modern Art, des Tate Modern, des San Francisco Museum of Modern Art, der Johannesburg Art Gallery, des Art Institute of Chicago und der Deutschen Börse Photography Foundation.

Einzelnachweise

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