Das Rehköpfchen ist ein hoher Berg der Haardt am Ostrand des Pfälzerwaldes in Rheinland-Pfalz. Es befindet sich in exponierter Lage direkt am südlichsten Rand der Haardt, wo mit dem Queichtal die Abgrenzung zum Wasgau bzw. dem Dahner Felsenland liegt. Trotz der relativ geringen Höhe im Blick auf die sichtbaren, nahegelegenen Berge Orensberg (581,2 m) und Ringelsberg (450 m) wird der Berg von Standorten der Rheinebene als markanter Berg wegen eines großen Steinbruchs am Südhang wahrgenommen.
Geographie Lage Das Rehköpfchen kann als Vorberg der Orensberges gesehen werden und ist die südlichste Erhebung der Haardt, wo das Queichtal die Abgrenzung zum Wasgau ist. Der Berg liegt überwiegend auf der Gemarkung von Albersweiler, ein Teil des Südhangs gehört zur Gemarkung von Annweiler am Trifels. Im Norden am Sattel zum Orensberg entspringt der Bach zum Langenscheiderhof, der schon nach zwei Kilometern in den Eisbach mündet. Im Osten in Richtung des Schwelterbachtals erstreckt sich das Naturschutzgebiet Haardtrand – Auf dem Schoeb. Am Westhang befindet sich der gefasste Hubertusbrunnen auf eine Höhe von 338 m. Der Steinbruch an der Südseite wird von der Basalt-Actien-Gesellschaft zum Gneisabbau genutzt. Die Firma bemüht sich dabei um eine Nachhaltigkeit des Abbaus im Steinbruch.
Naturräumliche Zuordnung Das Rehköpfchen gehört zum Naturraum „Pfälzerwald“, der in der Systematik des von Emil Meynen und Josef Schmithüsen herausgegebenen Handbuches der naturräumlichen Gliederung Deutschlands und seinen NachfolgepublikationenBundesanstalt für Landeskunde: Geographische Landesaufnahme. Die naturräumlichen Einheiten in Einzelblättern 1:200.000. Bad Godesberg 1952–1994. → Online-Karten *Blatt 160: Landau i. d. Pfalz (Adalbert Pemöller, 1969; 47 S.). als Großregion 3. Ordnung klassifiziert wird. Betrachtet man die Binnengliederung des Naturraums, so gehört er zum Mittleren Pfälzerwald und hier zum Gebirgszug der Haardt, welche den Pfälzerwald zur oberrheinischen Tiefebene hin abgrenztHelmut Beeger u. a.: Die Landschaften von Rheinhessen-Pfalz – Benennung und räumliche Abgrenzung. In: Berichte zur deutschen Landeskunde, Band 63, Heft 2, Trier, 1989, S. 327–359.
Zusammenfassend folgt die naturräumliche Zuordnung des Rehköpfchen damit folgender Systematik: Großregion 1. Ordnung: Schichtstufenland beiderseits des Oberrheingrabens Großregion 2. Ordnung: Pfälzisch-saarländisches Schichtstufenland Großregion 3. Ordnung: Pfälzerwald Region 4. Ordnung (Haupteinheit): Mittlerer Pfälzerwald Region 5. Ordnung: Haardt
Zugang Der Berg ist überwiegend bewaldet. Der Gipfel ist nicht über Wanderwege erreichbar. Am Berg finden sich Forstwege und Wanderpfade. Am Nordosthang verläuft vom Naturfreundehaus Kiesbuckel kommend der Premiumwanderweg Pfälzer Hüttentour.
Einzelnachweise Basalt-Actien-Gesellschaft: Lebensräume Steinbruch Albersweiler. . Wolfgang Mildner, Wolfgang Jeblick: Erweiterte Auflage des Buches "Brunnenwandern in der Verbandsgemeinde Lambrecht und Umgebung", Teil 1 Brunnen im Naturpark Pfälzerwald, Naturfreunde Lambrecht 2022, ISBN 3-00-014479-X, S. 234.