mini|hochkant|Hugues-Robert-Jean-Charles de La Tour d’Auvergne-Lauraquais mini|hochkant|Wappen von Hugues-Robert-Jean-Charles de la Tour d’Auvergne Hugues-Robert-Jean-Charles de la Tour d’Auvergne-Lauraquais (* 14. August 1768 auf Schloss Auzeville in Auzeville-Tolosane, Auvergne; † 20. Juli 1851 in Arras) war ein französischer römisch-katholischer Geistlicher, Bischof und Kardinal.

Leben La Tour d’Auvergne-Lauraquais entstammte dem angesehenen französischen Adelsgeschlecht La Tour d’Auvergne, aus dem die französische Königin Caterina de’ Medici (1519–1589) mütterlicherseits hervorging. Er war das dritte von vier Kindern von Gabriel de La Tour de Saint-Paulet (um 1730–1800), Herr über Saint-Paulet, und Marie Angélique Augustine Armande d’Aumale (1735–1774). Er studierte ab 1790 am Seminar Saint-Sulpice in Paris. Im April 1792 wurde er zum Diakon geweiht und am 24. Juni 1792 zum Priester. Während der Terrorherrschaft wurde er zweimal inhaftiert. Am 6. Mai 1802 wurde er zum Bischof von Arras gewählt. Die Konsekration fand am 16. Mai 1802 in der Pariser Kirche Saint-Roche durch den Erzbischof von Mechelen Joannes-Armandus de Bessuéjouls de Roquelaure statt; Mitkonsekratoren waren Jean-Baptiste de Maillé, Bischof von Rennes, und Étienne Fallot de Beaumont, Bischof von Gent.

Papst Gregor XVI. kreierte ihn im Konsistorium vom 23. Dezember 1839 zum Kardinalpriester. Den Kardinalshut empfing er am 12. Februar 1846. Ihm wurde am 16. April 1846 der Kardinalstitel Sant’Agnese fuori le mura zugewiesen. Zwischenzeitlich hatte er 1840 die erzbischöflichen Nominierungen für das Erzbistum Avignon, Lyon, Paris und Cambrai abgelehnt. Am Konklave 1846, aus dem Pius IX. als Papst hervorging, nahm er nicht teil.

Am 20. Juli 1851 starb er in Arras und wurde in der Kathedrale von Arras aufgebahrt und beigesetzt.

Auszeichnungen Großkreuz der Ehrenlegion 1843

Literatur André Chapeau, Fernand Combaluzier: Épiscopologe français des temps modernes, 1592–1973. Letouzey et Ané, Paris 1974, S. 191–192. Remigius Ritzler, Pirminus Sefrin: Hierarchia Catholica Medii et Recentioris Aevi. Band VII (1800–1846). Typis et Sumptibus Domus Editorialis "Il Messaggero di S. Antonio" apud Basilicam S. Antonii, Padua 1968.

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