mini|Ausschnitt aus dem Urmesstischblatt Nr. 3841 von 1842 Schönefeld war eine mittelalterliche Siedlung auf der Feldmark nordwestlich von Bad Belzig.Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 402) Die ehemalige Dorfstelle liegt im Landkreis Potsdam-Mittelmark in Brandenburg.

Geografische Lage Die ehemalige Dorfstelle lag an einem nach Norden abfallenden Hang etwa zwei Kilometer östlich von Lübnitz an der Straße zwischen Belzig und Görzke. Auf die Siedlung weist unter anderem der Flurname Wörde hin. Im Urmesstischblatt 3841 von 1842 ist die Feldmark als die Mark Schönfeld verzeichnet.

Geschichte Erstmals wurde Schönefeld 1379 als wuste marcke die beiset Schonenfeld erwähnt. Weitere Nennungen erfolgten 1426/1427 als Schonefeldt deszerta und 1455 als Schonefeld.

Bereits 1379 war der Ort eine wüste Dorfstätte. In jenem Jahr erhielt die Familie Dochow das Recht, 21 Scheffel Roggen von Schönefeld zu ihrem Burglehen zu nehmen. Die Wüstung gehörte vor 1426 zur Vogtei beziehungsweise Pflege Belzig und später zum Amt Belzig. Um 1550/1552 ging sie auf das Amt Belzig-Rabenstein über, dem sie bis 1872 angehörte.

1506 zinsten fünf Einwohner aus Bad Belzig von jeweils zwei Hufen in Schönefeld, ein Einwohner von drei Hufen, ein weiterer von einer Hufe sowie ein weiterer von einer halben Hufe. 1550 wurden 20 Hufen genannt, die von Einwohnern der Stadt Belzig genutzt wurden. 1591 besaß ein Belziger Einwohner 4½ Hufen auf der Feldmark, acht Einwohner jeweils eine Hufe, ein Einwohner eine halbe Hufe und ein weiterer ein Wort. Im selben Jahr erhielt der Pfarrer von Belzig den Zehnten von der Feldmark Schönefeld.

1682 gehörten 2½ wüste Hufen der Feldmark zu Belzig und weitere 4½ wüste Hufen zu Sandberg. 1718 wurden insgesamt 18 Hufen auf der wüsten Feldmark genannt. 1764 nutzten Belziger Bürger die Feldmark: ein Zweieinviertelhufner, ein Zweihufner, sechs Einhufner, ein Dreiviertelhufner, fünf Halb-Hufner und vier Viertelhufner besaßen Anteile an insgesamt 14½ Hufen. Jede Hufe war mit 9 Dresdner Scheffeln und 1½ Metzen Aussaat bemessen; außerdem wurden fünf Kabeln, sieben Wörter und 10½ Morgen Wiesen genannt. Die Feldmark ging später vollständig in der Stadtfeldmark Belzigs sowie der Feldmark Sandberg auf. Eine Wiederbesiedlung erfolgte nicht.

Literatur Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 402)

Einzelnachweise

Kategorie:Wüstung im Landkreis Potsdam-Mittelmark Kategorie:Geographie (Bad Belzig) Kategorie:Ersterwähnung 1379