Bramka () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Stadt-und-Land-Gemeinde Morąg im Powiat Ostródzki. mini|180px|Himmelforth auf einer Karte von 1893
Geographische Lage Bramka liegt im nördlichen Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, sechs Kilometer südöstlich der Stadt Morąg bzw. 19 Kilometer nördlich der Kreismetropole Ostróda.
Geschichte Ortsgeschichte Das heutige Bramka war bereits zur Zeit des Deutschen Ordens ein Dorf zu Kulmer Recht und gehörte zum Kammeramt Mohrungen in der Komturei Elbing.Dietrich Lange: Himmelforth, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) Der Ortsname erschien über die Jahrhunderte in unterschiedlichen Variationen: Himmelpforte, Hymdelphort, Hymelpforte und Himmelport im 15. Jahrhundert, Himelfort, Himmelfahrt, Himelpforten und Himmellphordt im 16. Jahrhundert, danach bis 1820 Himmellforth, danach bis 1945 Himmelforth.
Im Jahre 1392 wurde das Dorf anlässlich einer Landvermessung erwähnt und in den Jahren 1406 und 1437 im Zinsbuch des Ordens genannt, und 1785 wurde es als königliches, cöllmisches sowie adliges Dorf im 49 Feuerstellen im Domänenamt Mohrungen bzws. 1820 als königliches Bauerndorf mit 53 Feuerstellen bei 312 Einwohnern bezeichnet.Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Himmelforth
Im Jahre 1874 wurde Himmelforth Amtsdorf und damit namensgebend für einen Amtsbezirk im ostpreußischen Kreis Mohrungen, zu dem sieben Landgemeinden bzw. Gutsbezirke gehörten.Rolf Jehke: Amtsbezirk Himmelforth
805 Einwohner zählte Himmelforth im Jahre 1885, im Jahre 1910 waren es noch 710. Ihre Zahl veränderte sich im Jahre 1928, als der Nachbargutsbezirk Pfeilings eingemeindet wurde. Doch bis 1933 sank die Einwohnerzahl Himmelforths auf 654 und belief sich 1939 auf 616.Michael Rademacher: Ortsbuch Landkreis Mohrungen
Als 1945 das gesamte südliche Ostpreußen in Kriegsfolge an Polen fiel, erhielt Himmelforth die polnische Namensform „Bramka“. Heute ist das Dorf eine Ortschaft innerhalb der Stadt-und-Landgemeinde Morąg im Powiat Ostródzki, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig. Im Jahre 2021 zählte Bramka 498 Einwohner.
Amtsbezirk Himmelforth (1874–1945) Bei seiner Errichtung umfasste der Amtsbezirk Himmelforth sieben Kommunen, am Ende waren es aufgrund struktureller Veränderungen noch fünf:
Deutscher Name Polnischer Name Anmerkungen Golbitten Gulbity Güldenboden Bogaczewo Himmelforth Bramka Kuhdiebs Kudypy 1898 in den Amtsbezirk Venedien umgegliedert Paradies Raj Pfeilings Piłąg 1928 nach Himmelforth eingemeindet Schertingswalde Maliniak
Religion Bis 1945 gehörte Himmelforth kirchlich zur Stadt Mohrungen: zur evangelischen Kirche St. Peter und Paul im Kirchenkreis Mohrungen in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union,Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostrpeußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 466 sowie zur römisch-katholischen Pfarrei St. Joseph im Dekanat Pomesanien im Bistum Ermland.
Die Beziehung zur katholischen Pfarrei St. Joseph besteht für Bramka heute noch, allerdings nun in das Dekanat Morąg im Bistum Elbląg verlagert. Die evangelischen Einwohner gehören zwar zur Kirchengemeinde Morąg, doch ist diese nur noch eine Filialgemeinde der Pfarrei in Ostróda in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.
Verkehr Bramka liegt an der verkehrsreichen Woiwodschaftsstraße 527, die zum großen Teil der früheren deutschen Reichsstraße 133 folgt und die Städte Dzierzgoń, Pasłęk und Morąg mit der Woiwodschaftshauptstadt Olsztyn verbindet. Nebenstraßen von Słonecznik, Raj und Piłąg kommend enden in Bramka.
Die nächste Bahnstation ist Morąg an der PKP–Bahnstrecke Olsztyn–Bogaczewo (– Elbląg).
Weblinks Bildarchiv Ostpreußen: Slideshow Himmelforth
Einzelnachweise
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