mini|hochkant=0.7|Otto-Koch-Denkmal (2011) Das Otto-Koch-Denkmal (auch Bürgermeister-Koch-Denkmal) in Leipzig ist dem ehemaligen Bürgermeister der Stadt Carl Wilhelm Otto Koch (1810–1876) gewidmet. Es steht unter Denkmalschutz.
Standort und Beschreibung Das Otto-Koch-Denkmal steht auf dem sogenannten Promenadenhügel in der Parkanlage südlich der Innenstadt, die von Peter Joseph Lenné auf Betreiben Otto Kochs geplant wurde. Der künstliche Hügel zwischen Moritzbastei und Roßplatz war als Aussichtspunkt vorgesehen.
Das marmorne Denkmal besteht aus einer 1,25 Meter hohen Büste auf einem mehrfach gestuften, 2 Meter hohen und im Mittelteil leicht geschweiften Postament. Koch ist im Kostüm seiner Zeit dargestellt. Die Vorderseite der Büste ist sorgfältig ausgearbeitet, während die Rückseite nur grob behauen ist. Auf dem Mittelteil des Postaments steht die Inschrift „Dr. Otto Koch | 1849–1876 | Bürgermeister | von | Leipzig“ und auf einer der unteren Stufen „Errichtet | von der dankbaren Stadt“. Die Umgebung des Denkmals ist auf einer Fläche von 4,5 × 4,5 Metern mit Bodendeckern bepflanzt und von einem niedrigen Eisenrohrgeländer eingefasst.
Geschichte Otto Koch war von 1849 bis 1876 Bürgermeister von Leipzig. Während seiner Amtszeit wurde Leipzig zur Großstadt, und es entstanden wesentliche Kulturbauten wie das Neue Theater und das Bildermuseum am Augustusplatz sowie das städtische Krankenhaus St. Jacob.
Der Leipziger Kaufmann Ferdinand Rhode (1802–1872) vermachte fünf Jahre vor seinem Tod sein gesamtes Vermögen von 1,2 Millionen Mark in einer Stiftung der Stadt Leipzig und regte, also noch zu Lebzeiten Kochs, dabei an, diesem ein Denkmal zu setzen. Die Stadt realisierte das Ansinnen nach langen Standortdiskussionen und mehreren Entwürfen erst nach 30 Jahren. Die Büste aus Laaser Marmor schuf Carl Seffner (1861–1932), und das Postament aus Sterzinger Marmor entwarf der Stadtbauinspektor Emil Rayher. Die Inschrift geht auf einen Vorschlag von Stadtarchivar Gustav Wustmann (1844–1910) zurück.Stefan Voerkel, S. 41 Das Denkmal wurde 1898 an seinem heutigen Standort aufgestellt und am 16. Mai 1899, dem 50. Jahrestag von Kochs Amtsantritt vom damaligen Oberbürgermeister Otto Georgi (1831–1918) eingeweiht.
Das in nahezu 100 Jahren stark verwitterte Denkmal wurde 1996 vom Steinbildhauer Christian Walter (* 1951) kopiert, das Postament diesmal aus Laaser Marmor und die Büste aus Carrara-Marmor. Das Original befindet sich im Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig.
Literatur Stefan Voerkel: Otto-Koch-Denkmal. In: Markus Cottin, Gina Klank, Karl-Heinz Kretzschmar, Dieter Kürschner, Ilona Petzold: Leipziger Denkmale. Band 1. Sax-Verlag, Beucha 1998, ISBN 3-930076-71-3, S. 40–41.
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Einzelnachweise
Kategorie:Denkmal in Leipzig Kategorie:Kulturdenkmal in Leipzig Kategorie:Skulptur (1899) Kategorie:Personendenkmal (Politiker) Kategorie:Bauwerk in Leipzig Kategorie:Skulptur (Sachsen) Kategorie:Büste in Deutschland Kategorie:Marmorskulptur (Deutschland) Kategorie:Kunstwerk im öffentlichen Raum in Sachsen