mini|Pete Escovedo (2009) Peter Michael „Pete“ Escovedo (* 13. Juli 1935 in Pittsburg (Kalifornien)) ist ein amerikanischer Jazz- und Fusionmusiker (Timbales, Gesang, auch Posaune, Saxophon, Komposition).

Wirken Escovedo wuchs in Oakland in einer musikalischen Familie mit mexikanischen Wurzeln auf; seine Brüder wurden ebenfalls Musiker. Bereits in jungen Jahren entdeckte er seine Liebe zur afro-karibischen Musik und beschloss, seiner Leidenschaft zu folgen.

1960 arbeitete Escovedo als Sänger bei Mongo Santamaría. Mit seinem Bruder Coke gründete er in San Francisco das Jazzsextett Escovedo Brothers (Single 1968). Gemeinsam mit seinen Brüdern Coke und Phil gründete Escovedo 1972 die Latin-Jazz-Fusion-Formation Azteca, die mit Stevie Wonder und mit The Temptations tourte und bei Columbia Records die Alben Azteca (1972) und Pyramid of the Moon (1973) veröffentlichte, bevor sich die Gruppe auflöste.

Internationale Bekanntheit erlangte Escovedo 1971 als Perkussionist bei Santana; mit Carlos Santana arbeitete er auch von 1977 bis 1979 wieder zusammen (auch auf den Alben Moonflower, Inner Secrets, Oneness). Daneben startete er eine Solokarriere, in der er Elemente aus Jazz, Salsa und Latin Soul mit dem Groove seiner Timbales verband. Gemeinsam mit seiner Tochter Sheila E. nahm er 1977 und 1978 die Alben Solo Two und Happy Together für Fantasy Records auf.

1982 veröffentlichte Escovedo sein Debütalbum als Bandleader, The Island, gefolgt von Yesterday’s Memories Tomorrow’s Dreams (1985). Er wechselte zu Concord Records, wo er 1982 Mister E sowie 1987 Latina Familia (gemeinsam mit seiner Tochter und Tito Puente) veröffentlichte. In den 1990er Jahren brachte er die laut Allmusic wegweisenden Latin-Jazz-Alben Flying South (1995) und E Street (1997) heraus. Eine Retrospektive seiner Arbeit für Concord mit dem Titel Whatcha Gonna Do? erschien 2002. 2018 nahm er noch das Album Back to the Bay auf, dem 2021 Rhythm of the Night folgte. Weiterhin arbeitete er mit Herbie Hancock, Bobby McFerrin, Cal Tjader, Woody Herman, Stephen Stills, Billy Cobham, Anita Baker, George Duke, Boz Scaggs, Andy Narell, Al Jarreau, Ray Obiedo, Dionne Warwick, Marlena Shaw, Barry White, Angela Bofill, Arturo Sandoval, Poncho Sanchez, Chick Corea, Dave Valentin, Najee, Gerald Albright und Prince.

Preise und Auszeichnungen 2013 wurde Escovedo anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Los Angeles Jazz Society mit einem Jazz Tribute Award geehrt. 2021 erhielt er gemeinsam mit seiner Tochter Sheila E. den „Lifetime Award“ der Latin Grammys.

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