mini|rechts Die Nikolaus-Kathedrale ist eine der ältesten heute aktiven orthodoxen Kirchen in der Stadt Jakutsk, der Hauptstadt der Republik Sacha (Jakutien). Sie ist die einzige Kirche der Stadt, die ihr ursprüngliches Aussehen und ihre historischen Ausmaße bewahrt hat. Dies lässt sich dadurch erklären, dass hier verschiedene sowjetische Organisationen untergebracht waren: die Kanzlei der Stadtarchitektur, ein Bibliothekskollektor und bis Ende der 1970er Jahre das Parteiarchiv der regionalen Organisation der KPdSU.

Beschreibung Die erste hölzerne Kirche des Heiligen Nikolaus des Wundertäters wurde im Jahr 1718 als Friedhofskirche für die Durchführung von Begräbnisriten erbaut. Das hölzerne Gotteshaus befand sich ungefähr an der Stelle der heutigen Sporthalle des Wissenschaftlichen Zentrums Jakutsk der sibirischen Abteilung der Russischen Akademie der Wissenschaften. Im Jahr 1791 begann an dieser Stelle der Bau eines neuen Steingebäudes mit sechs Altären. Aufgrund von Fehlern bei den Bauarbeiten und eines instabilen Fundaments begann die Kirche jedoch zu zerfallen und wurde Mitte des 19. Jahrhunderts abgerissen.

Im Jahr 1847 begann am Stadtrand mit den Mitteln des Kaufmanns Iwan Jakowlewitsch Schilow des Jüngeren und den Spenden der Bürger der Bau einer neuen steinernen Friedhofskirche mit demselben Namen. Bis 1851 waren die Hauptbauarbeiten abgeschlossen. Es war eine beheizbare, im Grundriss kreuzförmige Kirche mit drei Altären und einer Mauerstärke von über einem Meter, die über einen Glockenturm über dem Vorraum verfügte. Das Gebäude wurde auf einem zwei Meter tiefen Streifenfundament aus Bruchstein errichtet. Eine Besonderheit ihrer Architektur waren die abgeflachten Kuppeln, die die gestuften Abschlüsse des Hauptgebäudes und des Glockenturms krönten. Am 22. Mai 1852 wurde der Hauptaltar im mittleren Seitenschiff von Erzbischof Innozenz geweiht, und am 24. Mai sowie am 3. Juni wurden auf seine Anordnung hin die beiden anderen Altäre geweiht: im rechten (südlichen) Seitenschiff zu Ehren der Darstellung des Herrn und der Smolensker Ikone der Gottesmutter; im linken (nördlichen) zu Ehren des Ehrwürdigen Johannes Klimakos und der heiligen apostelgleichen Konstantin und Helena. Innerhalb der Umfriedung der Nikolaus-Kirche wurde ein Friedhof angelegt, auf dem Verstorbene aller Stände der Stadt begraben wurden. Der Überlieferung nach wurde der Kaufmann Iwan Jakowlewitsch Schilow der Jüngere am Eingang der Kirche zur rechten Hand bestattet. Im Laufe der Zeit entstanden auf den Plätzen der alten Bestattungen die Gräber lokaler Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, von Adligen, Kaufleuten, Kleinbürgern und Kosaken.

In den 1930er Jahren wurden die Glocken aus der Kirche genommen und das Gebäude wurde geschlossen. Später wurde zur Erweiterung des städtischen Bebauungsgebiets schrittweise der Friedhof aufgelöst, der in den 1950er Jahren vollständig eingeebnet wurde. Die Kirche wurde Anfang der 1990er Jahre an die Gläubigen zurückgegeben. Das Gotteshaus wurde am 8. Oktober 1995 erneut geweiht und erhielt den Status der Hauptkathedrale der Eparchie Jakutsk. Dieser Status blieb bis 2005 erhalten, danach wurde sie wieder zur Pfarrkirche, und der Bischofssitz wurde in die Verklärungskathedrale verlegt. Der Kirche wurde der Name „Grado-Jakutski“ verliehen.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Bauwerk in Jakutsk Jakutsk Jakutsk Jakutsk Jakutsk Jakutsk Jakutsk Jakutsk Jakutsk Jakutsk Kategorie:Bauwerk in Sacha