mini|alt=In einer Arena kämpft ein Mann gegen ein schwarzes Pferd. Das Pferd steht auf den Hinterbeinen und tritt den Mann. Es hat Blut an den Füßen. Fast unbeteiligt steht ein Mann in Westernoutfit dahinter. Das Geschehen spielt sich in einer gut besuchten Arena ab; eine amerikanische Flagge ist gehisst. Darüber steht: „Tom le Dompteur“. Farbbild.|Journal des voyages 1908 Das Journal des Voyages et des aventures de terre et de mer (Journal der Reisen und Abenteuer zu Lande und zu Wasser) war eine von 1877 mit Unterbrechungen bis 1949 bestehende Wochenzeitschrift, die realistische Reise- und Entdeckungsberichte oft auf fantastische Weise mit abenteuerlichen Erzählungen verband. Die Texte waren reich illustriert.
Geschichte Charles-Lucien Huard gründete 1875 die Zeitschrift Sur terre et sur mer. Journal hebdomadaire de voyages et d’aventures. 1877 kauften der Journalist Maurice Dreyfous und der Verleger Georges DecauxWeiterführende Informationen zu dieser Person sind lediglich in der frankophonen Wikipédia unter Georges Decaux (éditeur) zu finden. den Titel und nannten ihn in Journal des Voyages et des aventures de terre et de mer um. Der Hauptkonkurrent der Zeitung war in dieser Zeit Hachettes Le Tour du monde, nouveau journal des voyages. Zu den Mitarbeitern des Journal des Voyages zählte damals der Abenteurer Jules Gros, der sich allerdings bald nach Südamerika absetzte und dort Mitbegründer und kurzzeitiger Präsident der Republik Counani wurde.
1894 gingen Decaux’ Anteile an die Brüder Tallandier über. Der Titel fusionierte mit drei anderen Zeitschriften: Sur mer et sur terre, revue illustrée des voyages, Le Monde pittoresque et monumental und La Terre illustrée. Firmensitz war nun die Rue Montmartre in der République du Croissant. Nachdem sie 1909 das Layout geändert hatte, befand sich die Zeitschrift auf dem Gipfel des Erfolgs. Allerdings traten zu dieser Zeit zwei neue Konkurrenten auf: L’Intrépide und Je sais tout. Im Ersten Weltkrieg wurde die Zeitung zunächst in Journal des voyages; À travers la Guerre umbenannt und dann eingestellt.
1920 wurde unter dem Titel À l'Aventure : Journal de voyages, sur mer, sur terre, dans les airs ein Neustart versucht, der aber bereits 1921 wieder endete. 1924 startete Tallandier unter dem Namen Le Journal des voyages, revue de récréation scientifique einen neuen Versuch. Die erste Ausgabe enthielt nun auch Texte wie „Der Mann mit den Tigeraugen“, eine schaurige Fantasy-Geschichte und Science-Fiction wie „Mars wird zu Ihnen sprechen“.
Unter der Leitung von Henri Vasseur wurde das Journal des Voyages zu einer politischen Monatszeitschrift, die der sozialistischen SFIO nahestand und in der auch der spätere Kollaborateur Marcel Déat eine Kolumne hatte. Die Zeitschrift erschien unregelmäßig und wurde 1938 eingestellt.
Im Februar 1946 wurde sie wiederbelebt. Mit einem vierfarbigen Titelblatt und zweifarbigen Innenseiten richtete sie sich an ein junges Publikum. Die Wochenzeitung ließ sich nach und nach von den Werten der Pfadfinderbewegung beeinflussen, wobei die Titelseiten aufgrund von Papiermangel und zweifellos auch aus finanziellen Gründen immer weniger sorgfältig illustriert wurden. Sie verschwand Ende 1949 vom Markt.
Mitarbeiter Zu den weiteren Mitarbeitern zählten unter anderem die Journalisten und Schriftsteller Louis Boussenard, Jules Claretie, Paul d’Ivoi und Louis-Xavier de Ricard, die Forscher Henri Coudreau und Antoine Mizon, der Politiker und Militär Émile Driant sowie als Illustrator Jules Férat.
Literatur
Weblinks
Anmerkungen
Einzelnachweise
Kategorie:Zeitung (Frankreich, Erscheinen eingestellt) Kategorie:Reisezeitschrift Kategorie:Ersterscheinen 1877 Kategorie:Erscheinen eingestellt 1949 Kategorie:Französischsprachige Wochenzeitschrift