mini|Der Mönch (1904) Der Mönch (Helgoländisch Neÿstack, auch Ingelskark) war ein 55 Meter hoher Brandungspfeiler an den Westklippen der deutschen Nordseeinsel Helgoland. Er bestand aus rotem Buntsandstein. Bis 1838 stand noch vor dem Mönch ein ähnlicher Felsen, der 1838 zusammenbrach. Dieser trug zunächst den Namen Mönch.Emil Lindemann, Die Nordseeinsel Helgoland, Berlin 1889, Seite 103f

Geschichte mini|Helgoland 1855 mit dem Mönch Der Mönch entstand genau wie die Lange Anna und der Predigerstuhl durch den Zusammensturz eines Brandungstores, hier das Nobbelgatt, das 1808 durch Beschuss der englischen Besatzung einbrach. Im 19. Jahrhundert wird er oft in der zeitgenössischer Literatur erwähnt.

mini|Mönch mit Predigerstuhl (1890) Genau wie die Lange Anna war der Mönch von einer Schutzmauer mit eingefasst. Die ab 1910 gebaute Preußenmauer verlief unmittelbar südwestlich des Predigtstuhls.

mini|Der Mönch mit abgetragener Spitze, oben wurde ein eisernes Kreuz installiert (1929) Im Jahr 1914 wurde der obere Teil des Mönches abgetragen, als im Rahmen des Ersten Weltkrieges auf dem südlichen Teil des Oberlandes eine Batterie installiert wurde, die freies Schussfeld haben sollte.

Im Rahmen der Sprengung von Bunkeranlagen auf Helgoland am 18. April 1947 wurde der Mönch vollständig zerstört. Große Mengen Fels- und Betonschutt rutschten vom Gebiet des heutigen Mittellandes nach Westen und lösten den Einsturz des Predigtstuhls aus und begruben dessen Reste unter sich.

mini|Seekarte von 1905 mit Position des Mönches

Nach 1952 wurde die Schutzmauer weiter nach Westen verlegt, so dass heute der ehemaligen Standort des Mönches noch weiter innerhalb der Schutzmauer liegt. Die Reste des Mönches liegen unter Fels- und Betonschutt begraben.Albert Panten, Haik Thomas Porada, Rolf Bärenfänger (Hrsg.): Helgoland (= Landschaften in Deutschland. Band 72). Böhlau Verlag, Köln/Weimar/Wien 2012, ISBN 978-3-412-20667-3, S. 195ff.

Nachbarfels Wenige Meter neben dem Mönch lag der Predigerstuhl, selten Jungfernstuhl genannt, ein deutlich kleinerer Felsen.Ludwig Bechstein: Deutsches Sagenbuch. Georg Wigand, Leipzig 1853, S. 182 (Digitalisat im Sagen.at-Archiv).

Einzelnachweise

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