Bewegungsstörungen sind klinische Syndrome der Neurologie, die entweder durch einen Bewegungsüberschuss (Hyperkinese) oder durch eine Verarmung von Willkür- und Unwillkürbewegungen (Hypokinese) charakterisiert sind. Definitionsgemäß stehen sie nicht im Zusammenhang mit einer primären Muskelschwäche (Parese) oder Spastik.Fahn, S., Jankovic, J., & Hallett, M. (2011). Principles and Practice of Movement Disorders (2nd ed.). Elsevier Health Sciences. ISBN 978-1437737707. Diese Störungen beziehen sich auf die klinische Manifestation extrapyramidalmotorischer Symptome. Klassischerweise werden sie in zwei Hauptkategorien unterteilt:
Hypokinetische BewegungsstörungenHyperkinetische Bewegungsstörungen Akinese (Bewegungslosigkeit) Hypokinese (verminderte Bewegungsamplitude) Bradykinese (Verlangsamung von Bewegungsabläufen) Rigor (Muskelsteifigkeit) Tremor (Ruhe-, Halte-, Aktionstremor) Dystonie (fokal, segmentär, generalisiert) Chorea und Ballismus Myoklonus Tics / Tic-Störungen
Bei primären Bewegungsstörungen stellt die motorische Fehlregulation das führende Symptom der Erkrankung dar. Sekundäre Bewegungsstörungen hingegen sind Manifestationen einer anderen, übergeordneten systemischen oder neurologischen Grunderkrankung.Flemming, K., & Jones, L. (2015). Mayo Clinic Neurology Board Review: Clinical Neurology for Initial Certification and MOC. Oxford University Press. ISBN 978-0190244934. Die therapeutische Strategie richtet sich kausal nach dieser zugrundeliegenden Ätiologie.Movement Disorders. In: MedlinePlus. National Library of Medicine (US).
Siehe auch
Ataxie – Störungen der Bewegungskoordination Bewegungskontrolle Gangstörung
Einzelnachweise
Kategorie:Krankheitssymptom in der Neurologie