Hiroyuki Noake (* 24. August 1974 in Suwa) ist ein ehemaliger japanischer Eisschnellläufer.
Werdegang Noake trat international erstmals bei den Juniorenweltmeisterschaften 1991 in Calgary in Erscheinung und wurde dabei Vierter im Kleinen Vierkampf. In den folgenden Jahren gewann er bei den Juniorenweltmeisterschaften 1992 in Warschau die Silbermedaille und errang bei den Juniorenweltmeisterschaften 1993 in Baselga di Piné den 14. Platz im Kleinen Vierkampf. In der Saison 1993/94 holte er bei den Einzelstreckenasienmeisterschaften 1994 in Sapporo über die Distanzen 1500 m und 5000 m jeweils die Silbermedaille und kam bei der Mehrkampfweltmeisterschaft 1994 in Göteborg auf den fünften Platz im Großen Vierkampf. Zu Beginn der Saison 1994/95 nahm er in Berlin erstmals am Eisschnelllauf-Weltcup teil und kam dort auf den 17. Platz über 5000 m. Im weiteren Saisonverlauf holte er in Heerenveen über 1500 m seinen ersten Weltcupsieg und erreichte mit fünf weiteren Top-Zehn-Ergebnissen den fünften Platz in der Weltcupwertung über diese Distanz. Beim Saisonhöhepunkt, der Mehrkampfweltmeisterschaft 1995 in Baselga di Piné, wurde er Siebter im Großen Vierkampf. Nach Platz drei über 1500 m in Berlin zu Beginn der Saison 1995/96, holte er drei Weltcupsiege über diese Distanz und gewann damit die Weltcupwertung. Dabei lief er bei seinen insgesamt vierten und letzten Weltcupsieg im März 1996 in Calgary mit einer Zeit von 1:50,61 Minuten einem neuen Weltrekord, welchen er bis zum 15. März 1997 hielt. Bei den Einzelstreckenweltmeisterschaften 1996 in Hamar kam er auf den sechsten Platz über 1500 m und verpasste bei der Mehrkampfweltmeisterschaft 1996 in Inzell als Vierter im Großen Vierkampf um 0,132 Punkten eine Medaille. In der Saison 1996/97 lief er bei allen fünf Weltcupteilnahmen über 1500 m in die Top-Zehn, darunter Platz drei in Baselga di Pinè sowie Rang zwei in Davos und errang damit den dritten Platz in der Weltcupwertung. Bei den Einzelstreckenweltmeisterschaften 1997 in Warschau belegte er den 16. Platz 5000 m sowie den 14. Rang über 1500 m und bei der Mehrkampfweltmeisterschaft 1997 in Nagano den siebten Platz im Großen Vierkampf. In der folgenden Saison wurde er Sechster in der Weltcupwertung über 1500 m. Dabei erreichte er vier Top-Zehn-Ergebnisse und errang in Berlin sowie Hamar jeweils den dritten Platz. Beim Saisonhöhepunkt, den Olympischen Winterspielen 1998 in Nagano, belegte er den über 1000 m sowie 5000 m jeweils den 25. Platz und über 1500 m den siebten Rang. Zum Saisonende wurde er bei den Einzelstreckenweltmeisterschaften 1998 in Calgary Zehnter über 1000 m und Achter über 1500 m.
Nach drei fünften Plätzen über 1500 m zu Beginn der Saison 1998/99, kam Noake in Berlin mit Platz drei im Weltcup erneut aufs Podest und errang damit den fünften Platz in der Weltcupwertung. Bei den Einzelstreckenweltmeisterschaften 1999 in Heerenveen belegte er den 24. Platz über 5000 m sowie den 14. Platz über 1500 m und bei der Mehrkampfweltmeisterschaft 1999 in Hamar, wo er nach drei von vier Läufen ausschied, den 23. Platz im Großen Vierkampf. Auch in der Saison 1999/2000 wurde er Fünfter in der Weltcupwertung über 1500 m und errang dabei in Baselga di Piné den zweiten Platz. Bei der Mehrkampfweltmeisterschaft 2000 in Milwaukee wurde er Siebter im Großen Vierkampf und bei den Einzelstreckenweltmeisterschaften 2000 in Nagano Neunter über 5000 m. Im Lauf über 1500 m verpasste er dort als Vierter um 0,33 Sekunden eine Medaille. In der Saison 2000/01 lief er in Berlin mit Platz zwei über 1500 m letztmals im Weltcup aufs Podest und erreichte zum Saisonende den sechsten Platz in der Weltcupwertung über diese Distanz. Bei den Einzelstreckenweltmeisterschaften 2001 in Salt Lake City kam er auf den achten Platz über 1500 m. Letztmals international startete er in der Saison 2001/02. Dabei belegte er bei den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City den 44. Platz über 1000 m und 15. Rang über 1500 m. Bei japanischen Meisterschaften siegte er zweimal über 1500 m (2000, 2002) und jeweils einmal über 1000 m (2002) sowie im Großen Vierkampf (1999). Er ist mit der Eisschnellläuferin Mie Uehara verheiratet. Seine Tochter Hana Noake ist ebenfalls im Eisschnelllauf aktiv.
Erfolge Olympische Winterspiele 1998 Nagano: 7. Platz 1500 m, 25. Platz 1000 m, 24. Platz 5000 m 2002 Salt Lake City: 15. Platz 1500 m, 44. Platz 1000 m Mehrkampf-Weltmeisterschaften 1994 Göteborg: 5. Platz Großer Vierkampf 1995 Baselga di Piné: 7. Platz Großer Vierkampf 1996 Inzell: 4. Platz Großer Vierkampf 1997 Nagano: 7. Platz Großer Vierkampf 1999 Hamar: 23. Platz Großer Vierkampf 2000 Milwaukee: 7. Platz Großer Vierkampf Einzelstrecken-Weltmeisterschaften
1996 Hamar: 6. Platz 1500 m 1997 Warschau: 14. Platz 1500 m, 16. Platz 5000 m 1998 Calgary: 8. Platz 1500 m, 10. Platz 1000 m 1999 Heerenveen: 14. Platz 1500 m, 24. Platz 5000 m 2000 Nagano: 4. Platz 1500 m, 9. Platz 5000 m 2001 Salt Lake City: 8. Platz 1500 m Asienmeisterschaften 1994 Sapporo: 2. Platz 1500 m, 2. Platz 5000 m Weltcupsiege Nr. Datum Ort Disziplin 1. 3. Dezember 1994 1500 m 2. 27. Januar 1996 1500 m 3. 24. Februar 1996 1500 m 4. 2. März 1996 1500 m
Persönliche Bestleistungen DisziplinZeitDatumOrt500 m35,61 s15. März 2001Calgary1000 m1:09,88 min18. März 2001Calgary1500 m1:46,34 min15. März 2001Calgary3000 m3:47,80 min15. März 2001Calgary5000 m6:33,49 min30. Januar 2000Calgary10.000 m14:08,46 min22. November 1998Heerenveen
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Kategorie:Eisschnellläufer (Japan) Kategorie:Olympiateilnehmer (Japan) Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Winterspiele 1998 Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Winterspiele 2002 Kategorie:Japanischer Meister (Eisschnelllauf) Kategorie:Japaner Kategorie:Geboren 1974 Kategorie:Mann